Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/libra-facebooks-kryptowaehrung-bekommt-namhafte-unterstuetzung-1906-141909.html    Veröffentlicht: 14.06.2019 11:36    Kurz-URL: https://glm.io/141909

Libra

Facebooks Kryptowährung bekommt namhafte Unterstützung

Facebooks Kryptowährungspläne erhalten hochrangige Unterstützung. Über ein Dutzend Unternehmen investieren hohe Beträge in die Libra genannte Währung, darunter Paypal, Uber und Mastercard.

Facebook will eine eigene Kryptowährung namens Libra einführen. Diese erhält die Unterstützung von über zwölf Unternehmen, darunter Visa, Mastercard, Paypal und Uber, berichtet das Wall Street Journal (Paywall). Jedes der Unternehmen investiere zehn Millionen US-Dollar, um die Kryptowährung zu finanzieren und eine Verwaltungsorganisation mit dem Namen Libra Association zu bilden. Laut dem Bericht möchte Facebook seine Pläne kommende Woche veröffentlichen, bis dahin könne sich die Anzahl und Zusammensetzung der Partner noch ändern. Insgesamt wolle Facebook Investitionen von etwa einer Milliarde US-Dollar für Libra sammeln. Die Kryptowährung solle nächstes Jahr eingeführt werden.

Die fast 2,5 Milliarden Facebook-Nutzer sollen sich mit Libra gegenseitig Geldbeträge zusenden sowie Einkäufe im sozialen Netzwerk oder auf anderen Internetseiten tätigen können. Blockchain und Netzwerk der neuen Kryptowährung sollen allerdings getrennt von Facebook betrieben werden. So könnten die Mitglieder der Libra Association Nodes betreiben und Transaktionen verifizieren, schreibt das Wall Street Journal.

Libra soll wie andere Kryptowährungen auf dem Blockchain-Prinzip basieren, sie soll jedoch an eine Auswahl staatlich ausgegebener Währungen gekoppelt werden. Dies soll Spekulationen und Kursschwankungen wie bei Bitcoin und Ethereum verhindern. Außerdem will Facebook Bezahlgebühren bei Kreditkartentransaktionen von Verkäufern vermeiden.

Anfang Januar 2018 hatte Facebook sämtliche Werbung für Kryptowährungen von seiner Seite verbannt. Der Kurs von Bitcoin brach daraufhin um etwa zehn Prozent ein. Nach dem Werbeverbot war Facebook selbst wegen diverser Datenskandale in den Schlagzeilen geraten. Erst im März wurde bekannt, dass Facebook die Passwörter von vielen Millionen Facebooknutzern im Klartext speicherte. Bei manchen Nutzern verlangte Facebook während des Registriervorgangs das private Passwort des E-Mail-Kontos.

 (mtr)


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