Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/kde-plasma-5-16-verbessert-benachrichtigungen-und-optik-1906-141891.html    Veröffentlicht: 13.06.2019 16:30    Kurz-URL: https://glm.io/141891

KDE

Plasma 5.16 verbessert Benachrichtigungen und Optik

Version 5.16 des KDE-Desktops Plasma ist erschienen. Das Team konzentriert sich weiter auf sinnvolle Details etwa am Benachrichtigungssystem oder am Sperrbildschirm. Nvidia hat eine Wayland-Backend auf Basis seiner eigenen Technik erstellt.

Die KDE-Community hat mit Plasma 5.16 die aktuelle Version ihrer Desktopumgebung veröffentlicht. Wie zuletzt oft hat das Team viele kleine, aber wichtige Details an Plasma verbessert. So wurde das Benachrichtigungssystem neu erstellt inklusive eines Nicht-stören-Modus und sortiert zusammengehörende Meldungen nach der Anwendung, von der diese stammen. Die Einstellungen für die Benachrichtigungen sollen verständlicher sein, und die Entwickler haben die Optionen für die Widgets in vielen Details überarbeitet. Darüber hinaus lassen sich Farbschemata per Doppelklick anwenden.

Schneidet ein Programm den Ton des Mikrofons für Aufnahmen mit, erscheint ein Hinweissymbol im Systemabschnitt der Kontrollleiste. Darüber lässt sich schnell die Lautstärke anpassen. Software, die unerlaubt am Mikrofon lauscht, soll damit außerdem künftig sofort auffallen. Der Plasma Network Manager aktualisiert die Liste mit gefundenen WLANs flotter und konsistenter als in der Vorgängerversion. Außerdem wird die VPN-Technik Wireguard unterstützt. Discover verfügt über eine neue Update-Seite und eine bessere Unterstützung für Appimages.

Den Login-, Sperr- und Logout-Bildschirm haben die Entwickler optisch leicht aufgefrischt, der Blur-Effekt von Kwin soll realistischer aussehen. Das Breeze-Theme produziert Schatten wieder in reinem Schwarz. Das für Plasma 5.16 ausgewählte Hintergrundbild wurde erstmals in einem Wettbewerb bestimmt. Die Bilder für eine im Hintergrund angezeigte Diashow können Anwender jetzt einzeln auswählen.

Neuerungen gibt es auch bei der Wayland-Session: Dort funktioniert Drag-and-Drop zwischen XWayland und Wayland. Neu hinzugekommen ist zudem experimenteller Support für die Nutzung von Nvidias proprietärem Grafik-Treiber. Dieser setzt zur Umsetzung von Wayland auf eigene Technik auf Grundlage der EGLStreams. Diese ist nicht kompatibel zu dem üblichen Wayland-Stack auf Basis der freien Linux-Grafiktreiber. Der Code für das neue Wayland-Backend in Plasma stammt von Nvidia selbst. Eine Liste weiterer Neuerungen findet sich in der offiziellen Ankündigung.  (tsm)


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