Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/taxifahrzeug-volvo-baut-fuer-uber-basis-eines-autonomen-autos-1906-141864.html    Veröffentlicht: 13.06.2019 09:15    Kurz-URL: https://glm.io/141864

Taxifahrzeug

Volvo baut für Uber Basis eines autonomen Autos

Volvo hat ein serienreifes Auto auf Basis des aktuellen Volvo XC90 vorgestellt, das für den Fahrdienstanbieter Uber entwickelt wurde. Die Technik für das autonome Fahren steuert Uber bei. Doch noch dürfen die Fahrzeuge ohne Kontrollfahrer nicht auf die Straße.

Volvo und der Fahrdienstvermittler Uber haben ein gemeinsam entwickeltes, serienreifes Fahrzeug vorgestellt, das in Kombination mit dem Uber-Fahrsystem vollkommen selbstständig unterwegs sein soll. Volvo und Uber kooperieren seit 2016, sie hatten damals eine Vereinbarung zur Entwicklung solcher Fahrzeuge geschlossen und im Rahmen dessen bisher nur Prototypen gebaut. Nun könnte laut Volvo die Serienfertigung erfolgen.

Was unterscheidet den Spezial-XC90 vom normalen Auto?

Der XC90 ist ein klassisches SUV, das es aber in der Form, in der es von Volvo für Uber gebaut wird, nicht im Handel gibt. Die Basis für das autonome Fahren enthält gleich mehrere Backup-Systeme für Lenkung und Bremsen, die im klassischen Modell nicht zu finden sind. Sollte ein Primärsystem ausfallen, greifen die Backup-Systeme nach Darstellung von Volvo ein, um das Auto zum Stehen zu bringen. Außerdem sind Sensoren auf dem Dach sowie im Fahrzeug verbaut, die die Umgebung abtasten. Welche dies genau sind, verriet Volvo nicht. Die Daten müssen von Ubers Software ausgewertet werden.

Wann die Fahrzeuge eingesetzt werden können, hängt auch von den Regulierungsbehörden ab - Volvo und Uber haben keinen Zeitplan genannt, ab wann die autonomen XC90 ohne Kontrollfahrer unterwegs sein werden. Sollte dies erlaubt werden, könnten die Autos im Rahmen eines Taxidienstes die Passagiere abholen und zu ihrem Ziel bringen.

In den USA testet Uber bereits seit dem vergangenen Jahr selbstfahrende Taxis von Volvo. Nach dem Start in Pittsburgh wollte das Unternehmen die Tests auf San Francisco ausweiten, hatte dort allerdings Probleme mit den Behörden. Bei Testfahrten in Arizona kam es im März 2017 zu einem schweren Unfall.  (ad)


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