Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/bundesnetzagentur-5g-frequenzauktion-erreicht-6-5-milliarden-euro-1906-141847.html    Veröffentlicht: 12.06.2019 13:26    Kurz-URL: https://glm.io/141847

Bundesnetzagentur

5G-Frequenzauktion erreicht 6,5 Milliarden Euro

Auch in der 13. Woche steigen die Preise bei der 5G-Frequenzauktion relativ langsam. Der Vorplatz des 5G-Auktionsraumes von Vodafone wächst ganz langsam zu.

Die Frequenzauktion 2019 der Bundesnetzagentur hat als Ergebnis der Runde 491 eine Summe von 6,51 Milliarden Euro. Das gab die Behörde am 12. Juni 2019 auf ihrer Webseite bekannt. Aus zurückgenommenen Höchstgeboten standen davon 135 Millionen Euro an.

Die Auktion für die Bereiche 2 GHz und 3,6 GHz läuft damit bereits in der 13. Woche. Die UMTS-Auktion im Jahr 2000 war nach drei Wochen vorbei. Auf dem abgesperrten Vorplatz vor dem 5G-Auktionsraum von Vodafone zeigt sich nach über 100 Tagen Absperrung schon ein leichter grüner Bewuchs.

Am 5. Juni hatte die Bundesnetzagentur überraschend das Mindestgebot im 3,6-Gigaherz-Bereich von etwa 2,6 Millionen Euro auf 13 Millionen Euro erhöht. Der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, hatte am 28. Mai 2019 die Teilnehmer davor gewarnt, die laufende 5G-Frequenzauktion künstlich zu verlängern. "Wir sind jetzt in der 11. Woche, das ist nicht erfreulich", sagte Homann. Er warnte die Beteiligten davor, "die Auktion zu diskreditieren, indem sie das Bieterverfahren einfach künstlich in die Länge ziehen."

Preise steigen durch Erhöhung etwas schneller

Professor Vitali Gretschko vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sagte Golem.de: "Die Erhöhung des Mindestgebotes wird auf jeden Fall die Preise etwas schneller steigen lassen. Da es ja eine Auktion ist, wird sie erst vorbei sein, wenn die Preise so hoch sind, dass einer der Netzbetreiber auf den strittigen Block verzichten muss." Durch die Erhöhung des Mindestgebotes werde dieser Zeitpunkt jetzt zeitlich etwas schneller erreicht. Der Erlös aus der Auktion werde sich aber dadurch nicht ändern.27 der insgesamt 41 Frequenzblöcke seien gleichwertig, doch die Bieter müssten darauf einzeln bieten, weshalb die Preise relativ langsam stiegen.

Mit jeder Runde überbieten sich die Konzerne auf einem dieser Blöcke ein wenig. Damit sind 27 Runden nötig, damit der Preis von allen Blöcken ein wenig steigt.  (asa)


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