Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/cyberpunk-2077-kampf-um-den-unsterblichkeits-chip-1906-141833.html    Veröffentlicht: 12.06.2019 10:10    Kurz-URL: https://glm.io/141833

Cyberpunk 2077

Kampf um den Unsterblichkeits-Chip

Ein geisterhafter Keanu Reeves plus ein Chip für die Unsterblichkeit stehen im Mittelpunkt der neuen Präsentation von Cyberpunk 2077. Das Entwicklerstudio 2077 hat außerdem Details zum Rollenspielsystem genannt.

Der Schauspieler Keanu Reeves hat nicht viel Ahnung von Computerspielen, aber bei seinem Arbeitseinsatz für Cyberpunk 2077 sei er extrem freundlich und unkompliziert gewesen. Und über die Begeisterung des Publikums bei seinem Auftritt auf E3 2019 habe er sich enorm gefreut - das haben uns die Mitarbeiter von CD Projekt Red kurz vor der Präsentation eines neuen Abschnitts des Actionrollenspiels erzählt. Darin ist am Rande auch Reeves zu sehen, der eine Art Geist namens Johnny Silverhand spielt - vermutlich nur sichtbar mit vernetzten Implantaten.

In der 2018 gezeigten Demo war die Hauptfigur V im edlen Innenstadtbereich Westbrook unterwegs. Nun hat es ihn oder sie in einen der anderen fünf Bezirke der Stadt Night City verschlagen, nämlich ins heruntergekommene Pacifica. Die Missionen dort drehen sich um einen Chip, den V implantiert hat und der für nicht weniger als Unsterblichkeit sorgt. Das ist wohl eines der wichtigsten Elemente im Spiel - was wir normalerweise nicht so einfach spoilern würden, aber CD Projekt Red hat es ausdrücklich für die Veröffentlichung bestimmt.

In Pacifica muss V zuerst einen Metzger namens Placide finden, der sich dann aber als mysteriöser Auftraggeber für eine etwas größere Sache entpuppt: In einer alten Einkaufspassage hat sich eine Gang eingenistet, die sogenannten Animals - auf Nahkampf spezialisierte, enorm muskulöse ehemalige Haitianer. Fies: Placide hackt sich in den Kopf von V, so dass er ihm einerseits Anweisungen und Hilfe geben kann, aber ihn andererseits auch vollständig überwacht.

Die Entwickler von CD Projekt Red zeigen einige Teile des Auftrags dann in zwei Versionen: Einmal tritt V als Hacker an, der Sicherheitskameras ausschaltet und sich in die Einkaufspassage schleicht. Gegner schaltet er auch mal aus, indem er die Fitnessgeräte der Animals hackt und sie dann mit den Gewichten erdrosselt oder indem er Selbstschussanlagen umprogrammiert. Alternativ tritt V als superstarke Kämpferin an, die die gleiche Selbstschussanlage mit ihren künstlichen Hydraulikarmen aus der Verankerung reißt und sie selbst bedient.

Bei einem Stufenaufstieg können wir erstmals einen Blick auf den (noch längst nicht fertigen) Talentbaum werfen, in dem V einen Punkt für Skills wie die Beherrschung von Handfeuerwaffen, Nahkampfangriffen oder Scharfschützengewehren vergeben kann.

Schon vorher hatte CD Projekt Red die Erstellung des Charakters vorgeführt. Dabei darf der Spieler auch eine bisherige Biografie von V auswählen, im Angebot waren unter anderem "Straßenkind" oder "Spross von hochrangigen Firmenmitarbeitern" (kurz "Corporate"). Bei der Präsentation hatten die Entwickler Letzteres gewählt, in bestimmten Dialogen waren dann die etwas schnodderigen Antworten des "Straßenkindes" ausgegraut und nicht anwählbar.

Wie schon die erste Präsentation hat Cyberpunk 2077 wieder einen enorm durchdachten Eindruck gemacht. Die Welt wirkt stimmig, die Grafik mit ihrem Tag- und Nachtwechsel sowie den vielen liebevollen Details macht Lust auf das fertige Spiel. Welche Rolle Keanu Reeves alias Johnny Silverhand hat, wissen wir zwar noch nicht - aber das dürften wir dann ab dem 16. April 2020 herausfinden, wenn das Programm für Windows-PC, Xbox One und Playstation 4 erscheint.  (ps)


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