Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/standfuss-videos-apple-stoert-sich-offenbar-an-verstaerktem-publikumsraunen-1906-141745.html    Veröffentlicht: 06.06.2019 16:25    Kurz-URL: https://glm.io/141745

Standfuß-Videos

Apple stört sich offenbar an verstärktem Publikumsraunen

Als Apple einen Monitor-Standfuß für fast 1.000 US-Dollar auf der WWDC 2019 ankündigte, ging ein deutlich vernehmbares Raunen durch das Publikum. Manch einer dachte sich, das lässt sich verstärken. Gegen solche Videos geht Apple vereinzelt vor.

Das Publikumsraunen rund um die Vorstellung des Standfußes für Apples Pro Display auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2019 stört Apple. Das gilt zumindest in Fällen, in denen ein paar findige Internetnutzer das Raunen im Video verstärkt haben, wie The Register berichtet. Der Seite zufolge geht Apple mit Copyright Takedown Notices gegen Videos vor, die etwa einen Lachtrack hinterlegen oder das Raunen tonseitig anheben.

Auf der Keynote sorgte die Vorstellung des Standfußes für einen seltenen Moment, als die Apple-Community kritisch und deutlich hörbar reagierte. Tatsächlich hat Apple normalerweise einen Standfuß für seine Displays mitgeliefert. Displays ohne Standfuß sind eher im Projektgeschäft oder bei Digital Signage üblich. Der Grund für das Raunen war allerdings nicht die Trennung, sondern der hohe Preis. Stolze 1.000 US-Dollar verlangt Apple extra; bei einem Displaypreis, der bei 5.000 oder 6.000 US-Dollar liegt. Auf die Reaktion war selbst Apple nicht vorbereitet, der Präsentator kam sichtbar ins Stocken, als er die Reaktionen aus dem Publikum vernahm.

Die hohen Preise des Displays hingegen schreckten die potenzielle Kundschaft nicht ab. Im Gegenteil, es gab Beifall für das Display. Auch der 200 US-Dollar teure Vesa-Adapter störte niemanden. Tatsächlich bietet der Standfuß mit seinem Magnetverschlussverfahren interessante Funktionen. Doch dafür möchte offenbar niemand 1.000 US-Dollar extra zahlen.

Das Raunen ist ab 1:42:00 zu hören.

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Apple selbst bietet die entsprechende Szene weiterhin an. Das wäre auch seltsam, wenn das Unternehmen sein eigenes Video beschneiden würde. Betroffen allem Anschein nach sind nur die Videos, die sich über den Standfuß lustig machen. Eines der Videos, das The Register selbst einbettete, erreichte immerhin fast 900.000 Views, bevor Apple es blocken ließ.

The Register bemühte sich um Stellungnahmen von Apple und Youtube, erhielt jedoch keine, was allerdings zu erwarten war.

 (ase)


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