Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/uppkoppla-ikea-entwickelt-produktkollektion-fuer-gamer-1906-141687.html    Veröffentlicht: 04.06.2019 17:02    Kurz-URL: https://glm.io/141687

Uppkoppla

Ikea entwickelt Produktkollektion für Gamer

Stühle, Tische und sogar ergonomische WSAD-Tasten: Uppkoppla soll eine Kollektion für Gamer werden. Möbelstücke werden mit Körperscans den Bedürfnissen angepasst und stammen teils aus dem 3D-Drucker. Damit will Ikea Erfahrungen zu Produkten für Menschen mit Einschränkungen sammeln.

Ikea will eine komplette Möbelkollektion für Gamer erstellen. Uppkoppla wird in Zusammenarbeit mit dem Hersteller von 3D-gedruckten Prothesen Unyq und der E-Sports-Organisation Area Academy entwickelt. Der schwedische Möbelhersteller will dabei Stühle, Stehstützen, Tische und anderes Zubehör bauen, die nach Körperscans von Spielern modelliert werden. Viele der Prototypen stammen ebenfalls aus dem Drucker.

Für Ikea ist das ein neuer Markt. "Wir haben bisher nie das ganze Potenzial dieser Gruppe gesehen und haben uns zuvor nicht mit ihrem genauen Bedarf zu Hause befasst", sagt Ikea-Creative-Leiter Michael Nikolic. "Rund um Gamer gibt es viele Gerüchte und Missverständnisse." Damit spielt er wahrscheinlich auf Klischees an, die Spieler als wenig körperlich fitte Menschen darstellen.

Die Kooperation zwischen den drei Partnern läuft laut der Pressemitteilung bereits seit 2018. Erste Konzeptbilder zeigen neben Möbeln auch rau texturierte Tastenkappen - vermutlich für mechanische Cherry-MX-Schalter - , ein Maus-Bungie und ein seltsam geformtes Armband. Dieses soll vermutlich Handgelenkschmerzen beim Dauerzocken vorbeugen. Der Fokus liegt dabei anscheinend auf Utensilien, die das Spielen angenehmer machen sollen.

Erkenntnisse für Menschen mit Einschränkungen

"Dies ist eine spannende Möglichkeit, Produkte zu entwickeln, die für Menschen mit besonderen Bedürfnissen persönlich angepasst und gesondert produziert werden", schreibt Ikea. Die Erkenntnisse aus der Gaming-Kollektion sollen später dabei helfen, Produkte für Menschen mit Behinderung oder körperlichen Einschränkungen zu entwickeln.

Einige Pilotprojekte, die diese Zielgruppe bedienen, gibt es bereits: Thisables sind Möbelstücke, die möglichst barrierefrei sein sollen. Auch einen auf den Nutzer angepassten Gaming-Stuhl bietet Ikea an, der ebenfalls in Kooperation mit Unyq entwickelt wird.



 (on)


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