Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/opel-elektrischer-corsa-kostet-ab-29-900-euro-1906-141683.html    Veröffentlicht: 04.06.2019 14:30    Kurz-URL: https://glm.io/141683

Opel

Elektrischer Corsa kostet ab 29.900 Euro

Der Autohersteller Opel will mit dem Corsa-e ein "Volks-Elektroauto" auf den Markt bringen. Bei Preis und Ausstattung dürfte er vor allem dem Volkswagen ID Konkurrenz machen.

Der vollelektrische Kleinwagen Corsa von Opel soll für einen Einstiegspreis von 29.900 Euro auf den Markt kommen. Das teilte der Rüsselsheimer Autohersteller am Dienstag mit. Sämtliche Varianten des Corsa-e verfügen über eine Akkukapazität von 50 Kilowattstunden (kWh) mit einer Reichweite von 330 Kilometern nach dem WLTP-Zyklus. Von dem Preis können noch mögliche Zuschüsse wie die Kaufprämie für Elektroautos abgezogen werden.

Die nächsthöhere Ausstattungsvariante Edition beginnt mit einem Preis von 30.650 Euro. Diese ermöglicht mit einem eingebauten Drehstromlader ein dreiphasiges Wechselstromladen mit 11 Kilowatt (kW). Die Grundvariante Selection verfügt lediglich über einen einphasigen On-Board-Charger für bis zu 7,4 kW. Standard ist hingegen eine Schnellladung per Gleichstrom mit einer Leistung von bis zu 100 kW.

Damit soll die Batterie in weniger als 30 Minuten 80 Prozent ihrer Kapazität nachladen können. Laut Opel lässt sich die Reichweite noch steigern, wenn der Corsa im Eco-Modus betrieben werde. "Ohne nennenswerten Komfort-Verlust werden alle Systeme im Fahrzeug und auch der Antrieb selbst auf einen möglichst energieeffizienten Betrieb getrimmt", heißt es in der Mitteilung. Daneben gibt es noch die Fahrstufen Normal und Sport.

Vernetzung über myOpel-App

Die derzeit höchste Ausstattungsstufe First Edition kostet 32.900 Euro. Diese verfügt serienmäßig über LED-Scheinwerfer, 17-Zoll-Aluräder, Zweifarbenlackierung und ein volldigitales Cockpit. Sämtliche Varianten haben einen Elektromotor mit 100 kW (136 PS), der ein maximales Drehmoment von 260 Newtonmetern erzeugt. Damit beschleunigt der Corso von null auf 100 Kilometer pro Stunde in 8,1 Sekunden.

Der Corsa-e lässt sich über die myOpel-App mit dem Smartphone des Nutzers vernetzen. Darüber kann man den Ladestatus des Fahrzeugs kontrollieren oder den Ladezeitpunkt beispielsweise an einer Wallbox programmieren. Ebenfalls kann der Ladeservice Free2Move gwnutzt werden. Dieses Angebot des französischen Mutterkonzern PSA ermögliche den Zugriff auf mehr als 105.000 Ladepunkte in Europa. Das Navigationssystem enthalte einen Routenplaner, der die Restreichweite des Fahrzeugs und die Lage der Ladestationen entlang der Strecke berücksichtige und auf diese Weise die beste Routenführung errechne.

Direkte Konkurrenz zum VW ID

Der Corsa-e ist das erste rein elektrisch angetriebene Auto des Konzerns und basiert auf der Plattform e-CMP, die auch der Peugeot e-208 und der DS 3 Crossback E-Tense nutzen werden. Bis 2024 will Opel seine gesamte Produktpalette elektrifizieren. Der Corsa-e soll im Frühjahr 2020 an die ersten Kunden ausgeliefert werden. Im Jahr 2020 sollen dann zwei weitere Modelle mit vollelektrischem Antrieb hinzukommen: der Nachfolger des Opel Mokka X und der Vivaro.



Der Corsa-e bewegt sich bei Preis und Ausstattung auf dem Niveau des günstigsten Volkswagen ID, der ebenfalls im kommenden Jahr auf den Markt kommen soll. Die Einstiegsvariante mit einer Reichweite von 330 Kilometern und einem 45-kWh-Akku soll ebenfalls unter 30.000 Euro kosten. Allerdings gibt es beim ID auch zwei Varianten mit größeren Akkus von 58 kWh und 77 kWh.  (fg)


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