Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/tinker-board-edge-asus-bringt-weitere-bastelrechner-mit-viel-ram-und-ki-chip-1906-141633.html    Veröffentlicht: 02.06.2019 12:15    Kurz-URL: https://glm.io/141633

Tinker Board Edge

Asus bringt weitere Bastelrechner mit viel RAM und KI-Chip

In Zukunft wird es drei Versionen der Asus-Bastelplatine geben: Das Tinker Board Edge R und CR1S-CM-A richten sich mit Google-KI-Chip an Hobbyentwickler und kleinere Industrieanwendungen. Das Tinker Board R hat mit 4 GByte RAM und 2 GByte RAM für den KI-Chip reichlich mehr Reserven.

Asus hat auf der Computex 2019 weitere Versionen seines kleinen Bastelcomputers Tinker Board vorgestellt: Das CR1S-CM-A und das Tinkerboard Edge. Beide Systeme nutzen einen ARM-Prozessor und einen dedizierten Chip für KI-Anwendungen. Dabei handelt es sich um die von Google entwickelte Coral Edge TPU. Die Kollegen von Heise.de waren auf dem Messestand und haben einige Fotos gemacht. Ebenfalls neu ist das Tinkerboard Edge R, das ebenfalls einen KI-Chip verwendet. Allerdings stammt dieser nicht von Google. Das Board hat zudem den bei solchen Systemen beliebten Rockchip RK3399Pro verbaut.

Diese CPU hat sechs Kerne - zwei Cortex-A72- und vier A53-Cores. Das System hat zudem 4 GByte LPDDR4-RAM und zusätzliche 2 GByte LPDDR3-RAM für die Neural Processing Unit, die Machine-Learning-Anwendungen berechnet. Auf 16 GByte eMMC-Speicher finden Betriebssystem und Dateien Platz. An drei USB-3.2-Gen2-Anschlüsse und einen USB-C-Port HDMI werden Peripherie und Monitore angeschlossen. Dazu kommt eine RJ-45-Buchse für Gigabit Ethernet und eine M.2-WLAN-Karte für Wi-Fi 5. Die Platine des Tinkerboard Edge R ist 100 x 72 mm groß und könnte sich daher gut als Controller für Steuerungsanlagen, als Bastelplatine für Entwickler, aber auch als einfaches Arbeitssystem eignen.

Google-Chip für regelmäßige Features

Die beiden anderen Systeme nutzen als CPU einen etwas langsameren NXP I.MX8M mit vier Cortex-A53-Kernen. Dazu kommen 1 GByte LPDDR4-Arbeitsspeicher und 8 GByte eMMC-Flash. Beide Boards messen 8,5 x 5,3 Zentimeter und haben zwei USB-3.2-Gen1-Ports, USB Typ-C, HDMI und eine vom Raspberry Pi bekannte 40-Pin-GPIO-Schnittstelle. Das Netzwerk wird per RJ45-Buchse oder WLAN-Modul mit Wi-Fi-5-Unterstützung verbunden. Die Coral Edge TPU könnte den Vorteil haben, dass sie direkt von Google für Frameworks wie Tensorflow oder AutoML unterstützt wird. Der Hersteller fügt regelmäßig neue Funktionen hinzu.

Zu Preisen und der Verfügbarkeit hat sich Asus bisher noch nicht geäußert. Die derzeitige Version des Tinker Board kostet etwa 75 Euro, das Tinker Board S liegt bei fast 90 Euro. Wahrscheinlich ist ein Startpreis um die 100 Euro.  (on)


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