Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/ice-lake-y-u-nicht-alle-chips-erhalten-schnelle-grafikeinheit-1905-141625.html    Veröffentlicht: 31.05.2019 16:53    Kurz-URL: https://glm.io/141625

Ice Lake Y/U

Nicht alle Chips erhalten schnelle Grafikeinheit

Intel hat weitere Details zu den Ice Lake genannten 10-nm-Prozessoren verraten: Nur die Versionen mit höherer Leistungsaufnahme können dedizierte Grafikchips anbinden, zudem unterstützen einzig sie aufrüstbaren DDR4-Arbeitsspeicher. Günstigere Core-i3/i5-Modelle müssen sich mit einer langsamen integrierten Grafikeinheit begnügen.

Nach der Vorstellung der Ice Lake Y/U genannten Prozessoren für Ultrabooks hat sich Intel auf der Komponentenmesse Computex 2019 noch ausführlicher zu den Chips geäußert. So sind im Product Brief (PDF) zusätzliche Informationen zu den unterschiedlichen Typen zu finden, wenngleich Intel auch auf Nachfrage obskurerweise keine Liste der einzelnen Modelle zur Verfügung stellen wollte.

Vor Ort zeigte der Hersteller dafür einen 300-mm-Wafer mit den im 10+-nm-Verfahren gefertigten Chips, weshalb sich die Größe grob schätzen lässt: Die einzige bisher in Serie produzierte Variante wird von Intel als U42 bezeichnet, gemeint sind damit vier CPU-Kerne und eine integrierte GT2-Grafikeinheit (iGPU). Ein solcher Prozessor misst grob 120 mm², was ungefähr der Fläche eines bisher aktuellen Whiskey Lake U für Ultrabooks entspricht - auch hier als U42.

Intel unterscheidet beim Package zwischen Ice Lake U mit 15 Watt und einer konfigurierbaren thermischen Verlustleistung von 12 Watt bis 25 Watt sowie den Ice Lake Y mit 9 Watt und einer cTDP von 8 Watt bis 12 Watt. Allerdings lassen sich nicht alle Varianten anpassen, bei den ICL-U etwa sind Core i3 außen vor, und bei den ICL-Y sind es nur diese, welche auf 8 Watt gedrosselt werden können. Neben der cTDP obliegt zudem den Partnern, welche Temperaturlimits für die Prozessoren eingestellt werden.

Einzig die Ice Lake U weisen vier PCIe-Gen3-Lanes auf, um dedizierte Grafikeinheiten (dGPU) wie eine Geforce MX150 anzubinden, und ergo gibt es auch nur hier Hybrid Graphics, um zwischen der dGPU und der iGPU zu wechseln. Apropos integrierte Grafikeinheit: Intel wirbt zwar mit bis zu 64 Execution Units statt zuvor 24 EUs sowie Gen11- statt Gen9.5-Architektur plus LPDDR4X-3733- statt LPDDR3-2133-Speicher. Allerdings erhalten nur i7/i5-Modelle mit G7-Suffix den Vollausbau, alle anderen müssen mit 48 EUs (G4) oder 32 EUs (G1) vorlieb nehmen.  (ms)


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