Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/mcdonald-s-mobiles-essen-bestellen-mit-200-meter-geofencing-1905-141551.html    Veröffentlicht: 28.05.2019 08:17    Kurz-URL: https://glm.io/141551

McDonald's

Mobiles Essen bestellen mit 200-Meter-Geofencing

McDonald's hat ein neues Bestellsystem für alle Nutzer mit Smartphone in fast allen Restaurants freigeschaltet. Eine Besonderheit ist die Verbindung von GPS und Systemgastronomie: Die Burger werden zubereitet, sobald sich der Nutzer auf 200 Meter der Filiale nähert.

Die deutsche Niederlassung von McDonald's hat nach längerer Testphase eine überarbeitete Version seiner für Android und iOS verfügbaren App veröffentlicht und damit eine neue Methode zum Kauf von Essen freigeschaltet. Wer Appetit auf Hamburger hat, kann diese nun fast überall in der App bestellen.

Sobald das Smartphone per Geofencing feststellt, dass der Nutzer sich auf rund 200 Meter der ausgewählten Filiale genähert hat, bekommt er einen Hinweis und kann die Bestellung dann final freigeben, um sie im Idealfall ohne lange Wartezeit in Empfang zu nehmen. Solange die Order nicht abgeschickt ist, ist jederzeit eine Stornierung möglich.

Bezahlt wird vorab in der App per Kreditkarte oder in bar an der Kasse; den Beleg gibt's per E-Mail. Weitere Bezahloptionen sollen später folgen. Die App bietet die Möglichkeit, die Bestellung stark zu individualisieren. Das geht im Prinzip zwar auch an der Kasse, führt da aber gerne mal zu Gemaule von den Gästen in der Schlange hinter einem.

In der App lassen sich die Gurken oder Käse entfernen oder statt einer bis zu vier Portionen Zwiebel in den Bigmac legen. Diese Spezialkreationen können dann auch als Favorit abgelegt werden, sodass es der Nutzer beim nächsten Mal noch leichter hat.

Beim Ausprobieren funktionierte das ganze System problemlos. Wer mag, kann seine Bestellung statt an der Theke auch am Fenster eines McDrive im Auto abholen oder es sich vom Tischservice bringen lassen. Falls Coupons verfügbar sind, sollen diese nach Firmenangaben automatisch dem Warenkorb hinzugefügt werden. Allerdings muss man dem Burgerbrater viele persönliche Daten sowie Zugriff auf die Ortungsfunktion des Smartphones überlassen.

Holger Beeck, Chef von McDonald's Deutschland, sagt, dass das neuen Konzept "vor allem den Gewohnheiten der jüngeren Gäste entgegenkommt". Noch gibt es ein paar wenige Filialen, in denen es nicht verfügbar ist, bis Ende 2019 soll der nötige Umbau aber in allen deutschen Restaurants abgeschlossen sein.  (ps)


Verwandte Artikel:
Eleague: Twitch schließt weiteren Exklusivdeal für E-Sport-Streaming   
(25.01.2018, https://glm.io/132392 )
Klimaschutz: Energieausweis für Nahrungsmittel   
(20.02.2019, https://glm.io/139047 )
Mc Donald's: Fatboy-Ransomware nutzt Big-Mac-Index zur Preisermittlung   
(12.05.2017, https://glm.io/127800 )
Gog.com: "Notfalls zahlen wir Preisunterschied aus eigener Tasche"   
(12.03.2014, https://glm.io/105078 )
Onlinehandel: Amazon lässt sich Fertiggericht-Marke eintragen   
(29.09.2017, https://glm.io/130347 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/