Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/elex-thq-nordic-kauft-piranha-bytes-1905-141427.html    Veröffentlicht: 22.05.2019 10:03    Kurz-URL: https://glm.io/141427

Elex

THQ Nordic kauft Piranha Bytes

Das Entwicklerstudio Piranha Bytes steckt hinter Rollenspielen wie Gothic, Risen und Elex. Nun wird es vom Publisher THQ Nordic übernommen - und deutet gleichzeitig eine Fortsetzung von Elex an.

Das aus Essen stammende Entwicklerstudio Piranha Bytes wird von dem aus Österreich und Schweden kommenden Publisher THQ Nordic übernommen. Piranha Bytes produzierte Rollenspielserien wie Gothic und Risen. Das zuletzt veröffentlichte Programm ist Elex (Test auf Golem.de), das im Oktober 2017 auf den Markt kam.

Beim Team - bekanntestes Mitglied dürfte Game Director Björn Pankratz sein - soll es keine Veränderungen geben. Auch ein Umzug wird in der Pressemitteilung ausgeschlossen: Piranha Bytes soll im Ruhrgebiet bleiben - der ruppige Charme der Region taucht immer wieder in den Spielen des Studios auf.

Finanzielle Details zu der Übernahme sind nicht bekannt. Sie läuft über Zwischengesellschaften ab, weil Piranha Bytes bislang nur eine Marke einer Firma namens Pluto 13 ist. In den kommenden Tagen soll eine Piranha Bytes GmbH entstehen, die dann THQ Nordic gehört.

Im FAQ der Pressemitteilung deuten die Entwickler ihr nächstes Projekt an. Auf die selbst gestellte Frage nach einem Elex 2 antworten sie mit einem "semi-offiziellen Statement: Ratet mal" - das kann man als Ja verstehen. Auf die im FAQ ebenfalls aufgeworfene Frage nach Remakes von Gothic und Risen lautet die Antwort: "Dazu können wir aus heutiger Sicht nichts kommentieren" - THQ Nordic macht üblicherweise relativ viele Remakes.

THQ Nordic investierte in den vergangenen Jahren massiv in deutsche Entwicklerstudios, Vertriebsfirmen und Publisher. Unter anderem gehören Black Forest Games (Giana Sisters), Grimlore Games (Spellforce 3) und Handy Games (Townsmen) inzwischen zu der Firma. Größte Übernahme war Anfang 2018 der Kauf von Koch Media inklusive der Marke Deep Silver für bis zu 121 Millionen Euro.  (ps)


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