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Vive Pro Eye

Das Eye-Tracking-VR-Headset von HTC kostet 250 Euro mehr

Das Komplettpaket aus Vive Pro Eye mit zwei Controllern und zwei Lighthouse-Boxen verkauft HTC für 1.650 Euro, das reguläre Vive Pro für 1.400 Euro. Das Eye-Tracking ermöglicht unter anderem Foveated Rendering in der Virtual Reality, was die Bildrate deutlich steigert.

Nachdem HTC es auf der Elektronikmesse CES im Januar 2019 angekündigt hatte, erfolgt nun der Verkauf des Vive Pro Eye in Europa. Derzeit bietet es HTC offenbar nur als Bundle zusammen mit den Controllern und dem Lighthouse-v2-System und nicht einzeln an. Das Zubehör ist unverändert, das VR-Headset aber wurde entsprechend der Bezeichnung mit Eye-Tracking aufgewertet.

Dazu dienen mehrere LED-Sensoren rund um die Fresnel-Linsen an jedem Auge, welche deren Bewegungen passend zu den 90-Hz-Panels erfassen. Weil der Mensch dort am schärfsten sieht, wohin die Sehgrube (Fovea) ausgerichtet ist, nutzen Software-Partner das Eye-Tracking für Foveated Rendering: So zeigte BMW zusammen mit Zero Light eine Demo, in welcher das Bild zentral mit neunfachem Supersampling gerendert wurde - im peripherem Sehfeld hingegen mit niedrigerer Auflösung.

Eine weitere Demo stammte von Lockheed Martin: Im Flugsimulator Prepar3D wird durch Eye-Tracking ausgewertet, ob Schüler die zu bedienenden Elemente auch tatsächlich ins Auge fassen. Somit ist auch eine Steuerung möglich, etwa indem bestimmte Punkte für zwei drei Sekunden fixiert werden oder dabei geblinzelt wird. Bei entsprechender Unterstützung sind für VR-Gruppenkonferenzen auch Implementierungen mit Tiefenunschärfe denkbar, um den Fokus auf Personen zu setzen.

Das Vive Pro Eye ist ansonsten zum Vive Pro (Test) identisch, einzig die integrierten Kopfhörer sollen besser geworden sein. Das Headset selbst hat zwei OLED-Panels, jedes löst mit 1.440 x 1.600 Pixeln bei 90 HZ auf. Die beiden Lighthouse-v2-Boxen eignen sich für eine Spielfläche von offiziell 7 x 7 m, für mehr sind dann vier Basisstationen notwendig.  (ms)


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