Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/supercomputing-hp-enterprise-kauft-cray-fuer-1-3-milliarden-us-dollar-1905-141331.html    Veröffentlicht: 17.05.2019 15:12    Kurz-URL: https://glm.io/141331

Supercomputing

HPE kauft Cray für 1,3 Milliarden US-Dollar

Hewlett Packard Enterprise wird den Supercomputer-Hersteller Cray übernehmen. Zusammen will man in den Bereichen Hochleistungscomputing und KI führend werden.

Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat den Supercomputer-Hersteller Cray gekauft. Wie das Unternehmen am 17 Mai 2019 mitteilte, liegt der Preis bei rund 1,3 Milliarden US-Dollar (35 US-Dollar pro Aktie). Damit zahlt HPE einen Aufschlag von über 17 Prozent auf den letzten Börsenkurs von Cray. HPE, ein Unternehmen, das aus der Aufspaltung von Hewlett-Packard im Jahr 2015 hervorgegangen ist, rechnet damit, die Übernahme bis zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020 abzuschließen. Peter Ungaro, Präsident und CEO von Cray, erklärte, HPE und Cray stünden "gemeinsam für die Vision, den weltweit führenden Anbieter für die Zukunft des Hochleistungs-Computing und der KI zu schaffen."

Mit einer Unternehmensgeschichte, die auf Cray Research zurückgeht, das im Jahr 1972 gegründet wurde, hat Cray heute seinen Hauptsitz in Seattle, Washington, USA, und beschäftigt weltweit rund 1.300 Mitarbeiter. Das Unternehmen erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 456 Millionen US-Dollar, ein Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Cray erwirtschaftet seit Längerem Verluste.

Cray mit großem Auftrag vom US-Energieministerium

Crays Supercomputing-Systeme, die über die XC- und CS-Plattformen der aktuellen Generation und die Shasta-Plattform der nächsten Generation bereitgestellt werden, sind in der Lage, umfangreiche Datensätze, Modellierungs-, Simulations-, KI- und Analyse-Workloads zu verarbeiten.

Das Unternehmen gab kürzlich einen Supercomputer-Auftrag von Exascale über 600 Millionen US-Dollar für das Oak Ridge National Laboratory des US-Energieministeriums bekannt. Das System setzt auf Prozessoren und Grafikkarten von AMD. Die Betreiber wollen eine Rechenleistung von über 1,5 Exaflops erreichen. Cray kombiniert für den Frontier die Epyc-CPUs mit Radeon Instincts, beides aber modifiziert und laut AMD nicht direkt basierend auf Rome/Milan oder Vega/Navi.  (asa)


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