Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/grossbritannien-vodafone-kuendigt-erste-5g-netze-an-1905-141238.html    Veröffentlicht: 14.05.2019 14:15    Kurz-URL: https://glm.io/141238

Großbritannien

Vodafone kündigt erste 5G-Netze an

Vodafone kürzt wegen des Aufbaus der 5G-Netze die Dividende. Im deutschen Kabelnetz kommen die Anschlüsse mit 1 GBit/s gut an.

Vodafone startet am 3. Juli 5G-Dienste in sieben Städten Großbritanniens. Das gab der Konzern am 14. Mai 2019 bekannt. Vodafone hat die Dividende für das Gesamtjahr um 40 Prozent gekürzt, da die Kosten für den Aufbau der 5G-Netze den Mobilfunkbetreiber zur Stützung seiner Bilanz zwingen.

Die Frequenzauktionen in Italien und Deutschland sowie härtere Geschäftsbedingungen in Italien und Südafrika sollen Grund für die Kürzung sein. Die hohe Verschuldung von Vodafone, die Ende März bei 27 Milliarden Euro lag, hat in den vergangenen Wochen zu Herabstufungen bei den Ratingagenturen Moody's und Fitch geführt. Die Schuldenlast der Deutschen Telekom stieg zuletzt auf 71,9 Milliarden Euro.

Der Jahresumsatz der Vodafone Group ging von 46,6 Milliarden Euro auf 43,7 Milliarden Euro zurück. Der Konzern verzeichnete einen Verlust von 7,6 Milliarden Euro, was auf Abschreibungen in Indien und Spanien zurückzuführen war, nach einem Nettogewinn von 2,8 Milliarden Euro im Jahr 2018.

Ausbaugebiete: 20 Prozent der Neukunden wollen 1 GBit/s

Vodafone Deutschland wächst dagegen: Im Geschäftsjahr 2018/19 stiegen die Service-Umsätze um 1,5 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro. Der Festnetz-Serviceumsatz erhöhte sich um 2,6 Prozent auf 4,18 Milliarden Euro und der Mobilfunk-Serviceumsatz um 0,8 Prozent auf 6,126 Milliarden Euro. Im Festnetz steigerte der Konzern seinen Serviceumsatz um 2,6 Prozent, durch das Umsatzwachstum im Kabelgeschäft von 4,1 Prozent. Auch im DSL-Geschäft im Netz der Telekom zeigte Vodafone mit einem Plus von 1,1 Prozent erneut Wachstum.

Im vierten Quartal haben sich über 70 Prozent der Kabel-Neukunden für Tarife mit 200 MBit/s oder mehr entschieden, rund 20 Prozent der Neukunden im Gigabit-Ausbaugebiet haben bereits einen Anschluss mit 1 GBit/s gewählt.    (asa)


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