Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/quartalsbericht-telefonica-deutschland-macht-erneut-hohen-verlust-1905-141153.html    Veröffentlicht: 09.05.2019 15:45    Kurz-URL: https://glm.io/141153

Quartalsbericht

Telefónica Deutschland macht erneut hohen Verlust

Telefónica Deutschland will weiter in die Infrastruktur investieren, sagt der Vorstandsvorsitzende Markus Haas. Doch die Verluste wachsen.

Der Verlust der Telefónica Deutschland ist im ersten Quartal 2019 auf 107 Millionen Euro gestiegen. Wie das Unternehmen am 9. Mai 2019 bekannt gab, lag der Verlust im Vergleichszeitraum des Vorjahres bei 82 Millionen Euro. Grund für diese Entwicklung seien "verkürzte Abschreibungszeiträume im Zuge des Abschlusses der Netzintegration".

Der Umsatz legte im Berichtszeitraum um 0,7 Prozent auf 1,779 Milliarden Euro zu. Durch das Mobilfunknetz von Telefónica Deutschland flossen von Januar bis März 193.000 Terabyte (TB) an Daten und damit 53 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Durchschnittsumsatz pro Kunde im Mobilfunk stagnierte mit 9,80 Euro gegenüber dem ersten Quartal 2018.

Im Festnetzgeschäft hat das Unternehmen netto 44.000 DSL-Anschlüsse hinzugewonnen, nachdem es im Vorjahreszeitraum noch 12.000 Anschlüsse verloren hatte. Die Zahl der VDSL-Verträge hat sich binnen eines Jahres um 21 Prozent auf mehr als 1,5 Millionen erhöht. Mit den "Kooperationen bei der Glasfaseranbindung von Mobilfunkmasten und dem Zugangsvertrag zum Kabelnetz von Vodafone" habe Telefónica Deutschland die Voraussetzungen für Erfolge in den kommenden Jahren geschaffen, erklärte das Unternehmen. Doch die Kooperation kommt nur zustande, wenn die EU-Kommission der Übernahme von Unitymedia durch Vodafone zustimmt.

"Wir sind stark ins Jahr gestartet und investieren nun weiter in unsere Infrastruktur", sagte Markus Haas, der Vorstandsvorsitzende von Telefónica Deutschland. "Mit den Zugängen zu Glasfaser- und Kabelinfrastruktur haben wir alle Voraussetzungen für das Netz der Zukunft." In der laufenden Frequenzauktion wolle sich das Unternehmen zudem Spektrum für den Mobilfunkstandard 5G sichern, der mit seiner Laufzeit bis 2040 die künftige Mobilfunkinfrastruktur des Unternehmens prägen werde.  (asa)


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