Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/google-neue-android-q-beta-kommt-mit-dark-mode-und-gesten-1905-141108.html    Veröffentlicht: 08.05.2019 07:18    Kurz-URL: https://glm.io/141108

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Neue Android-Q-Beta kommt mit Dark Mode und Gesten

Android Q hat Google auf der I/O schnell abgehandelt - und bekannte Funktionen noch einmal vorgestellt. Mit der dritten Beta kommen aber auch Neuerungen wie ein Dark Mode und Gesten. Außerdem hat Google künftige Funktionen gezeigt.

Google hat auf seiner Entwicklermesse I/O 2019 neue Funktionen für Android Q angekündigt. Diese sind in einer dritten Entwicklervorschau verfügbar, die auf eine weitaus größere Zahl an Geräten als bisher geladen werden kann.

Neben bekannten Funktionen wie neuen Sicherheitsoptionen und der Unterstützung von faltbaren Displays stellte Google unter anderem einen systemweiten Dark Mode vor. Dieser kann auch automatisch aktiviert werden. Dank APIs sollen App-Entwickler ihre Anwendungen an die Systemvorgaben anpassen können; so können auch Drittanbieter-Apps automatisch in den Dark Mode umschalten.

Neue Gestensteuerung hat noch kleine Probleme

Ebenfalls neu ist eine etwas veränderte Gestensteuerung. Android Q wird eine Zurück-Geste beinhalten, bei der Nutzer wie bei vielen iOS-Anwendungen über den Bildschirm streichen können, um zurückzugehen. Das funktioniert am rechten wie am linken Bildschirmrand. Wir konnten die Gestensteuerung ausprobieren, sie funktioniert gut. Ein Problem gibt es allerdings beim Hauptbildschirm: Wischen wir dort von unten in das Display, können wir die Ansicht der zuletzt genutzten Apps nicht aufrufen. Zudem könnte die Erkennung von Gesten am Bildschirmrand für Hersteller wie Samsung schwierig sein, die mit ihrem Edge-Display selbst Wischgesten implementiert haben.

Updates werden unter Android Q künftig aufgeteilt: Aktualisierungen bezüglich wichtiger Systemkomponenten werden sofort installiert, wenn sie bereitstehen - im Hintergrund, ohne dass der Nutzer aktiv etwas tun muss. Auch ein Neustart soll Google zufolge nicht mehr notwendig sein.

Zum Thema Digital Wellbeing, also der freiwilligen Reduzierung der Smartphonenutzung, stellte Google den Focus-Modus vor. Dabei können Anwendungen, die den Nutzer ablenken, ausgewählt und während des Focus-Modus deaktiviert werden. Erst wenn der Nutzer den Modus wieder abschaltet, sind die Apps wieder zugänglich.

Noch nicht in der dritten Beta enthalten ist die neue Funktion Live Caption. Damit werden künftig systemweit Untertitel zu aktuell abgespielten Audiosignalen eingeblendet. Das soll bei Videos, Podcasts oder selbst aufgenommenen Audiodateien funktionieren. Die Untertitel können durch Antippen erweitert werden, außerdem lassen sie sich verschieben.

Anders als bisher sollen die notwendigen Berechnungen für die Live Captions nicht auf einem Server in der Cloud, sondern auf dem jeweiligen Smartphone selbst ausgeführt werden. Google zufolge wurde der Speicherbedarf, den die Operation erfordert, dafür von 2 GByte auf 80 MByte reduziert.

Die dritte Android-Q-Beta ist im Entwicklervorschauprogramm verfügbar. Neu ist, dass die Vorschau nicht mehr nur für Pixel-Besitzer erhältlich ist: Die Anzahl der verfügbaren Geräte wurde auf 21 Smartphones erhöht. Unter anderem das Mate 20 Pro von Huawei, das Xperia XZ3 von Sony, das Oneplus 6T und das Nokia 8.1 lassen sich mit der neuen Betaversion nutzen.

Wer bereits mit seinem Pixel am Betaprogramm teilnimmt, kann sich die neue Version drahtlos laden. Andere Nutzer müssen sich zunächst registrieren und können sich die Software dann installieren.  (tk)


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