Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/kabelmodem-fritzbox-6591-fuer-docsis-3-1-im-handel-erhaeltlich-1905-141046.html    Veröffentlicht: 05.05.2019 14:40    Kurz-URL: https://glm.io/141046

Kabelrouter

Fritzbox 6591 für Docsis 3.1 im Handel erhältlich

Der neue Kabelnetzstandard Docsis 3.1 ermöglicht Downloadgeschwindigkeiten mit mehreren Gigabit. Die Fritzbox 6591 Cable hat allerdings noch einen weiteren Vorteil, der einen Umstieg lohnenswert macht.

Nach dem Einsatz in einigen Pilotregionen für den schnellen Übertragungsstandard Docsis 3.1 ist die Fritzbox 6591 Cable nun auch im freien Handel erhältlich. Der WLAN-Router erreiche dabei im Download "mehrfache Gigabit-Geschwindigkeiten", teilte Hersteller AVM am 3. Mai 2019 zum Marktstart mit. Das Gerät sei abwärtskompatibel zu Docsis 3.0 und eigne sich damit sowohl für den Betrieb in bestehenden Netzen als auch für Anschlüsse mit dem neuen Standard 3.1. Zudem verfügt es über zwei USB-3.0-Anschlüsse. Die unverbindliche Verkaufsempfehlung liege bei 269 Euro.

Seit Wegfall des Routerzwangs im August 2016 können Nutzer auch im Kabelnetz ihre eigenen Endgeräte anschließen. Die Nachfrage gerade im Kabelnetzbereich war anfangs allerdings recht gering, was auch am kaum vorhandenen Angebot der Hersteller lag. Daher war nicht ausgeschlossen worden, dass Nutzer auf Geräte warteten, die Docsis 3.1 und den USB-Standard 3.0 unterstützen. Die neue Fritzbox 6591 Cable gleicht damit im Wesentlichen die Defizite aus, die Golem.de bei einem Test der 6590 Cable bemängelt hatte.

Laut AVM unterstützt die Fritzbox 6591 Cable 2x2-OFDM-Kanalbündelung und erreicht damit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 6 GBit/s im Downstream und 2 GBit/s im Upstream. Die übrige Ausstattung entspricht derjenigen des bisherigen Topmodels 6590 Cable, das zudem nur USB 2.0 unterstützt.

Kauf lohnt sich nach gut drei Jahren

Die beiden Router verfügen über vier Gigabit-Lan-Anschlüsse und unterstützen WLAN AC (bis 1.733 MBit/s, 5 GHz) und N (bis 800 MBit/s, 2,4 GHz). Die sogenannte Multi-User-MIMO-Technik ermöglicht es, dass mehr als zwei Geräte über Streams gleichzeitig miteinander kommunizieren. Die acht verbauten Antennen werden dabei auf mehrere WLAN-Gegenstellen aufgeteilt, so dass diese sich nicht gegenseitig die Bandbreite streitig machen. Zudem verfügen beide Geräte über die Fähigkeit, Mesh-WLAN-Systeme aufzubauen und zu verwalten.

Die Kabelnetzbetreiber wie Vodafone haben inzwischen damit begonnen, ihr Netz auf Docsis 3.1 umzurüsten. So hat Vodafone bereits sein gesamtes Kabelnetz in Berlin auf Gigabit umgestellt. Vodafone vermietet dazu die Fritzbox 6591 Cable für 6,99 Euro pro Monat. Die eigene Anschaffung amortisiert sich damit nach drei Jahren und drei Monaten.  (fg)


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