Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/project-libra-facebook-arbeitet-an-eigener-kryptowaehrung-1905-141029.html    Veröffentlicht: 03.05.2019 13:30    Kurz-URL: https://glm.io/141029

Project Libra

Facebook arbeitet an eigener Kryptowährung

Facebook arbeitet derzeit eifrig an Project Libra. Dabei handelt es sich um ein eigenes Kryptowährungs-System, dessen Coins zum Bezahlen im Internet genutzt werden sollen. Nutzer sollen sich die Währung durch das Konsumieren von Werbung verdienen können.

Facebook arbeitet anscheinend an einem eigenen Kryptowährungssystem, intern Project Libra genannt. Zu diesem Zweck engagiert das soziale Netzwerk derzeit einige Spezialisten und Partnerfirmen, berichtet die US-Zeitung Wall Street Journal. Zu diesen zählen auch die Kreditkartennetzwerke Visa und Mastercard. Die mit dem geplanten System zusammenhängende Kryptowährung sollen Nutzer auf Facebook und an anderen Stellen im Internet nutzen können.

Zwar soll Libra wie andere Kryptosysteme ebenfalls auf dem Blockchain-Prinzip basieren, allerdings sollen dafür an echte Gegenwerte gebundene Stablecoins eingesetzt werden. Das soll die Instabilität der Währung verringern, die bei Produkten wie Bitcoin und Ethereum beobachtet werden kann. Außerdem will Facebook Bezahlgebühren bei Kreditkartentransaktionen von Verkäufern vermeiden.

Währung durch Werbung verdienen

Die geplanten Coins können sich Anwender dem WSJ zufolge durch das Ansehen und Anklicken von Werbung verdienen - ähnlich wie bei anderen Credit-Systemen. Allerdings muss das soziale Netzwerk erst einmal überzeugende Partner finden, um dies auch attraktiv zu machen. Bisher ist nicht bekannt, welche Unternehmen in Frage kommen. Für sein Projekt will Facebook allerdings wohl Investitionen von etwa einer Milliarde US-Dollar sammeln.

Anfang Januar 2018 hatte Facebook sämtliche Werbung für Kryptowährungen von seiner Seite verbannt. Der Kurs von Bitcoin brach daraufhin um etwa zehn Prozent auf 8.200 Euro ein. Heute ist ein Bitcoin etwa 5.133 Euro wert. Nach dem Werbeverbot war Facebook selbst wegen diverser Datenskandale in den Schlagzeilen geraten. Es wird sich zeigen, wie viel Vertrauen Investoren in das Unternehmen heute noch haben.  (on)


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