Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/3-6-ghz-ein-block-in-der-5g-auktion-hat-3-2-milliarden-euro-gekostet-1904-140949.html    Veröffentlicht: 29.04.2019 17:56    Kurz-URL: https://glm.io/140949

3,6 GHz

Ein Block in der 5G-Auktion hat 3,2 Milliarden Euro gekostet

Es geht allen nur um das eine: Einen abstrakten Block im 3,6-GHz-Bereich. Seit Runde 109 der 5G-Frequenzauktion der Bundesnetzagentur ist das klar. Nun sind wir bei Runde 261.

Der Streit um einen Block hat in der 5G-Auktion 3,2 Milliarden Euro gekostet. Das sagte Professor Vitali Gretschko vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Golem.de auf Anfrage. "Es ist bereits seit Runde 109 klar, dass es nur noch um diesen einen Block geht."

Es handelt sich um einen abstrakten Block im 3,6-GHz-Bereich. Gretschko: "Davon gibt es 27 identische. Die Bieter wollen aber insgesamt 28 haben. Sobald einer der Bieter sich mit einem dieser abstrakten Blöcke weniger zufrieden gibt, ist die Auktion vorbei." Das ist die Situation seit Runde 109. In jeder Runde bietet der zuletzt Unterlegene auf einen der günstigsten Frequenzblöcke, wo gerade ein anderer Anbieter das Höchstgebot hält.

Frequenzauktion und kein Ende

Bei der Frequenzauktion 2019 sind in der Runde 261 am Montag inzwischen 5,589 Milliarden Euro erreicht worden. In Deutschland werden seit Mitte März die ersten Frequenzen für 5G in den Bereichen 2 GHz und 3,6 GHz versteigert. Die Unternehmen und die Bundesnetzagentur dürfen sich während der laufenden Auktion nicht zum Verlauf äußern. Beteiligt sind neben United Internet die etablierten Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica.

Im Jahr 2015 hatten die Unternehmen in 181 Runden insgesamt 5 Milliarden Euro bezahlt. Im Jahr 2010 waren es 4,4 Milliarden Euro in 224 Runden. Die mit Abstand teuerste Auktion war die Versteigerung der UMTS-Frequenzen im Jahr 2000. Damals bezahlten die Firmen in einem dreiwöchigen Bieterverfahren 50,8 Milliarden Euro. 3G wurde später von vielen Experten als ein Misserfolg bezeichnet.  (asa)


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