Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/quartalsbericht-amazons-umsatz-steigt-nicht-mehr-so-stark-1904-140896.html    Veröffentlicht: 25.04.2019 23:51    Kurz-URL: https://glm.io/140896

Quartalsbericht

Amazons Umsatz steigt nicht mehr so stark

Amazon macht im ersten Quartal 3,6 Milliarden US-Dollar Gewinn. Doch das Umsatzwachstum fällt von 43 auf 17 Prozent. Künftig sollen Amazon-Prime-Bestellungen in den USA bereits nach einem Tag beim Kunden sein.

Amazon.com hat den vierten Rekordgewinn in Folge erzielt, doch der Quartalsumsatz ist so langsam gestiegen wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Der E-Commerce-Konzern hat seinen Gewinn im ersten Quartal auf 3,56 Milliarden US-Dollar (7,09 US-Dollar je Aktie) mehr als verdoppelt. Das gab das Unternehmen am 25. April 2019 nach Handelsschluss an der Börse in New York bekannt. Dies lag deutlich über den Konsensschätzungen der Analysten von 4,70 US-Dollar je Aktie.

Gleichzeitig verlangsamte sich das Umsatzwachstum das vierte Mal in Folge, auch wegen des schwächeren internationalen Absatzes. Der Umsatz stieg um 17 Prozent auf 59,7 Milliarden US-Dollar, verglichen mit einem Wachstum von 43 Prozent im Vorjahresquartal.

Die Ausgaben des Konzerns im ersten Quartal erhöhten sich nur um 12,6 Prozent, der niedrigste Prozentsatz seit mindestens einem Jahrzehnt.

Die Aktien von Amazon stiegen nach Handelsschluss um 0,6 Prozent auf 1.907 US-Dollar je Aktie. Der Kurs der Aktie wuchs in diesem Jahr um rund 24 Prozent.

Amazon begann im vergangenen Jahr, im Quartalsvergleich Rekordgewinne zu erzielen, da die Ausgaben sanken, während neuere Unternehmensbereiche wie Werbung und Cloud Computing wuchsen und so die niedrigeren Margen des traditionellen Einzelhandelsgeschäfts kompensieren konnten. Das Umsatzwachstum verlangsamte sich jedoch schnell, wegen der Größe des Konzerns, aber auch wegen Problemen im Ausland.

Wie Finanzchef Brian Olsavsky in der Telefonkonferenz mit Analysten bei der Vorstellung der Geschäftszahlen sagte, wird Amazon künftig Amazon-Prime-Bestellungen in den USA bereits nach einem Tag ausliefern. Dieses Programm wird 800 Millionen US-Dollar kosten.

Amazon schloss kürzlich seinen Onlinemarktplatz für Drittanbieter, Marketplace, in China, nachdem es gegen die dort ansässigen Unternehmen unterlegen war. Der internationale Umsatz stieg im ersten Quartal nur um 9 Prozent, verglichen mit einem Wachstum von 19 Prozent im vierten Quartal.  (asa)


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