Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/fpgas-xilinx-macht-ein-drittel-mehr-umsatz-und-kauft-solarflare-1904-140873.html    Veröffentlicht: 25.04.2019 10:57    Kurz-URL: https://glm.io/140873

FPGAs

Xilinx macht ein Drittel mehr Umsatz und kauft Solarflare

Xilinx, der weltweit größte Hersteller von programmierbaren Schaltungen (FPGAs), hat seinen Umsatz deutlich gesteigert und mit Solarflare einen kalifornischen Netzwerkspezialisten übernommen.

Xilinx hat erstmals einen Jahresumsatz von 3 Milliarden US-Dollar überschritten und im ersten Quartal 2019 mehr als ein Drittel mehr umgesetzt: Der weltweit größte Hersteller von programmierbaren Schaltungen (FPGAs) erzielte einen Umsatz von 828 Millionen US-Dollar und einen Gewinn von 245 Millionen US-Dollar, damit stiegt Letzterer um über zwei Drittel verglichen zum Vorjahresquartal. Victor Peng, der CEO von Xilinx, betonte: "Wir sind auf dem Weg zu einem Plattform-Unternehmen."

Passend dazu hat Xilinx eine Übernahme getätigt und Solarflare gekauft, der Preis wurde nicht öffentlich kommuniziert. Der kalifornische Hersteller hat sich auf Netzwerkanwendungen für Bereiche wie Cloud-Computing oder Fintech spezialisiert: Solarflare stellt sogenannte Smart-NICs her, also smarte Network Interface Cards. Diese bearbeiten den Netzwerk-Traffic und entlasten so die CPU. Auf dem Open Compute Summit vor wenigen Wochen demonstrierte Solarflare ein Modell basierend auf einem FPGA von Xilinx. Andere Varianten basieren auf fest verdrahteten Designs (ASICs) oder nutzen eine Kombination.

Victor Pengs Aussage zum Plattform-Unternehmen bezieht sich darauf, dass Xilinx das bisherige reine FPGA-Geschäft breiter aufstellen will: Dazu gehören Beschleunigerkarten für künstliche Intelligenz, wenngleich die Alveo-Modelle auf programmierbaren Schaltungen basieren. Die nächste Generation aber, die Versal-FPGAs, bezeichnet der Hersteller als Adaptive Compute Acceleration Platform, da die Chips neben den klassischen programmierbaren Logikblöcken auch diverse CPU-Kerne sowie Beschleuniger für heterogene Berechnungen umfassen.

Größter Konkurrent von Xilinx war Altera, das wurde aber vor vier Jahren für knapp 17 Milliarden US-Dollar von Intel übernommen und ist dort nun Teil der Programmable Solutions Group.  (ms)


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