Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/facebook-instagram-whatsapp-sri-lanka-blockiert-nach-anschlaegen-social-media-1904-140798.html    Veröffentlicht: 22.04.2019 11:08    Kurz-URL: https://glm.io/140798

Facebook, Instagram, Whatsapp

Sri Lanka blockiert nach Anschlägen Social Media

Nach den Anschlägen in Sri Lanka wird in dem Land der Zugriff auf Messenger-Dienste wie Whatsapp oder Social-Media-Plattformen wie Facebook blockiert. Das soll die Verbreitung von Falschinformationen verhindern.

Die Regierung in Sri Lanka hat den Zugriff auf verschiedene Instant-Messaging-Dienste und Social-Media-Plattformen vorübergehend blockieren lassen. Dies geschah als unmittelbare Reaktion auf die Serie von Bombenanschlägen in dem Land mit inzwischen fast 300 Toten. Die Blockade dient dazu, die Verbreitung von Falschinformationen über diese Kanäle zu verhindern.

Davon betroffen sind vor allem die weit verbreiteten Angebote des Unternehmens Facebook. Dazu gehören insbesondere das gleichnamige soziale Netzwerk, aber auch Instagram, der Facebook Messenger und Whatsapp. Blockiert werden darüber hinaus offenbar aber auch andere Dienste wie etwa Viber, Youtube oder Snapchat. Das berichtet die Initiative Netblocks.

Dem britischen Guardian sagte ein Unternehmenssprecher, dass Facebook sich der Erklärung der Regierung bewusst sei und mit den Ermittlungsbehörden zusammenarbeite, um Inhalte zu entfernen, die gegen die Standards von Facebook verstoßen.

Twitter funktioniert offenbar, denn Sri Lankas Premierminister Ranil Wickremesinghe rief auf Twitter die Bevölkerung dazu auf, keine unverifizierten Berichte und Spekulationen zu verbreiten. Die Regierung ergreife Maßnahmen, um die Situation unter Kontrolle zu halten.

Noch ist nicht klar, wann die Zugangssperre zu den Diensten wieder aufgehoben werden soll. Ein Sprecher der Regierung sagte dem Guardian zufolge, die Blockade soll bis zum Abschluss der Ermittlungen aufrechterhalten werden. Laut Guardian ist es nicht das erste Mal, das Social-Media-Dienste in Sri Lanka blockiert werden. Im vergangenen Jahr etwa war das schon einmal der Fall.  (sg)


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