Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/disney-netflix-erwartet-niedrigeres-nutzerwachstum-1904-140729.html    Veröffentlicht: 16.04.2019 22:59    Kurz-URL: https://glm.io/140729

Disney+

Netflix erwartet niedrigeres Nutzerwachstum

Netflix geht im zweiten Quartal von einem niedrigeren Zuwachs an Abonnenten aus. Im ersten Quartal sehen die Zahlen aber noch sehr gut aus.

Netflix erwartet im laufenden zweiten Quartal fünf Millionen Neukunden. Das gab das Unternehmen am 16. April 2019 nach Handelsschluss an der Börse in New York bekannt. Die Analysten hatten laut Factset 5,48 Millionen prognostiziert. Die Unternehmensprognose lag auch unter der Steigerung von 5,45 Millionen im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Disney hatte in der vergangenen Woche weitere Details zu seinem geplanten Videostreamingdienst bekanntgegeben. Disney+ soll am 12. November in den USA für 6,99 US-Dollar pro Monat an den Start gehen. Ein vergleichbares Netflix-Abo kostet mehr als doppelt so viel, ein Prime-Video-Abo ist 2 US-Dollar teurer. Im Jahresabo kostet Disney+ 70 US-Dollar. Ungefähr 7.500 Fernsehserienepisoden und mehr als 500 Filme will der Unterhaltungskonzern auf Disney+ anbieten. Disney kündigte an, seine eigenen Inhalte künftig nicht mehr an andere Streaminganbieter wie Netflix zu lizenzieren. Netflix hat trotz guter Abrufe, fast alle Serien mit Superhelden der Walt-Disney-Company-Tochter Marvel beendet.

Apple und AT&Ts Warner Media mit seinen DC Comics planen ebenfalls eigene Streamingdienste.

Gutes Geschäft im ersten Quartal

Netflix gewann im ersten Quartal in den USA 1,74 Millionen zahlende Neukunden, dort hatten die Analysten nur 1,57 Millionen berechnet. International kamen 7,86 Millionen Abonnenten hinzu, die Prognosen der Analysten lagen bei nur 7,14 Millionen. Damit verlangsamte sich das Wachstum von zuvor 2,3 Millionen in den USA deutlich.

Netflix gab im vergangenen Jahr 7,5 Milliarden US-Dollar für Inhalte aus, 2019 ist den Angaben zufolge eine weitere Steigerung zu erwarten. Der Nettogewinn stieg auf 344,1 Millionen US-Dollar (76 Cents pro Aktie), nach 290,1 Millionen US-Dollar (64 Cents pro Aktie) im Vorjahreszeitraum. Die Analysten hatten 57 Cents pro Aktie erwartet. Der Umsatz wuchs von 3,70 auf 4,52 Milliarden US-Dollar, und lag damit über den Börsenprognosen von 4,50 Milliarden US-Dollar.  (asa)


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