Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/compute-engine-googles-cloud-soll-der-beste-ort-fuer-active-directory-werden-1904-140619.html    Veröffentlicht: 11.04.2019 12:25    Kurz-URL: https://glm.io/140619

Compute Engine

Googles Cloud soll der beste Ort für Active Directory werden

Google öffnet seine Cloud-Infrastruktur weiter. Es soll künftig möglich sein, Active Directory oder Microsoft SQL Server darauf laufen zu lassen. Damit tritt das Unternehmen in direkte Konkurrenz zu Microsofts eigenen Azure-Diensten.

Google öffnet seine Cloud-Plattform gegenüber Microsofts Ökosystem weiter. Kunden sollen in Zukunft die Compute Engine für ihre Active-Directory-Infrastruktur und Microsoft-SQL-Server nutzen können. Die Plattform soll "der beste Platz, um Ihre Microsoft-Applikationen laufen zu lassen" werden, schreibt das Unternehmen in einem Blogpost. Damit tritt Google in gewisser Weise gegen den Cloud-Dienst Azure an, der für Microsoft-Dienste optimiert ist.

Googles Philosophie bei seinem Ansatz ist: Kunden sollen ihre eigenen Microsoft-Lizenzen auf der Plattform verwenden können. Das ermöglicht es Nutzern der Google-Cloud, ihre AD-Domänen-Controller oder deren redundante sekundäre Systeme auf ein und derselben Plattform auszulagern. Google entwickelt für diesen Zweck den Dienst Managed Service for Microsoft Active Directory, der laut den Entwicklern "bald" in einer Betaphase erscheinen soll. Interessenten können sich auch für einen entsprechenden Newsletter anmelden, der über den Betastart informiert.

Microsoft SQL auf der Google Cloud

Mit dieser Bring-your-own-License-Strategie sollen auch andere Windows-Dienste auf der Google Cloud Platform ausgeführt werden können. Denkbar wäre etwa ein Exchange-Server für die E-Mail-Verwaltung oder ein System zur Softwareverteilung mit System Center Configuration Manager (SCCM).

Für die Unterstützung von Microsoft SQL Server erweitert Google seinen existierenden Datenbankdienst Cloud SQL in einer Alphaversion, der das Einrichten relationaler Datenbanken ermöglicht. Dabei gibt das Unternehmen Kunden die Möglichkeit, eigene Server selbst zu verwalten oder diese Aufgabe Google zu übertragen. Die Entwickler übernehmen in diesem Fall Patches und Updates und erstellen Backupdatenbanken im Falle eines Ausfalls.  (on)


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