Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/mozilla-firefox-kann-cryptominer-und-fingerprinting-blockieren-1904-140586.html    Veröffentlicht: 10.04.2019 10:06    Kurz-URL: https://glm.io/140586

Mozilla

Firefox kann Cryptominer und Fingerprinting blockieren

Als Teil der Initiative zum Schutz seiner Nutzer ermöglicht Mozilla nun in seinem Firefox-Browser explizit das Blockieren von sogenannten Cryptominern und auch des Fingerprintings. Die Technik könnte bald standardmäßig aktiviert werden.

Die Entwickler von Mozilla arbeiten seit einigen Monaten verstärkt daran, die Privatsphäre der Firefox-Nutzer aktiv zu schützen. So soll der Browser künftig etwa alle Tracker von Drittanbietern standardmäßig blockieren. Wie das Unternehmen mitteilt, wird die Technik nun auch auf sogenannte Cryptominer und das Fingerprinting der Nutzer erweitert, was der Firefox-Browser nun beides blockieren soll.

Bei beiden Techniken handelt es sich im Grunde um bestimmte Skripte, die der Browser nun mit bereits vorhandenen Funktionen einfach blockieren kann. Bei dem Fingerprinting wird versucht, Browsernutzer auch ohne das Setzen von Cookies eindeutig zu identifizieren. Versucht wird dies etwa durch die Analyse bestimmter Fähigkeiten, installierter Addons oder auch der User-Agents.

Cryptominer wiederum versuchen, auf den CPUs der Nutzer sogenannte Cryptowährungen wie Bitcoin oder Ähnliches zu erzeugen. Diese beiden Techniken sind sicher nicht im Sinne der Nutzer, weshalb Firefox diese nun blockieren kann. Mozilla hat die Funktionen zum Blockieren in die aktuellen Nightly- und Betaversionen des Firefox-Browsers integriert. Noch sind diese aber nicht standardmäßig aktiviert, so dass interessierte Nutzer dies selbst übernehmen müssen. Dazu gibt es nun neue Optionen in den Einstellungen des Browsers.

Für die Funktion selbst kooperiert Mozilla wie schon bei seinem restlichen Trackingschutz mit dem US-Unternehmen Disconnect. Letzteres pflegt letztlich die Liste der zu blockierenden Skripte, die Firefox als Grundlage für das Blocken nutzt. Ähnliche Funktionen standen Firefox-Nutzern auch bisher schon über verschiedene Erweiterungen zur Verfügung.  (sg)


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