Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/facebook-watch-party-wird-zum-illegalen-anschauen-von-filmen-benutzt-1904-140584.html    Veröffentlicht: 10.04.2019 08:30    Kurz-URL: https://glm.io/140584

Facebook

Watch Party wird zum illegalen Anschauen von Filmen benutzt

Die Facebook-Funktion Watch Party wird zunehmend auch zum Anschauen von urheberrechtlich geschütztem Material genutzt. Aktuelle Kinofilme und Fernsehserien werden dabei von vielen Zuschauern illegal angeschaut. Nach Hinweisen hat Facebook einige Watch-Party-Gruppen deaktiviert.

Facebook hat derzeit bei der Funktion Watch Party damit zu kämpfen, dass Nutzer darüber illegal Kinofilme und Fernsehserien anschauen. Nach einem Bericht von Business Insider wird diese Facebook-Funktion immer wieder dafür verwendet, ohne dass Facebook offenbar von sich aus dagegen vorgeht. Mit der Funktion Watch Party können mehrere Facebook-Nutzer gemeinsam ein Video schauen und dieses dabei kommentieren.

In der Recherche wurden diverse Watch-Party-Gruppen ausfindig gemacht, in denen wiederholt Filme und Serien mit anderen geteilt wurden. Nachdem Facebook von Business Insider auf die betreffenden Watch-Party-Gruppen aufmerksam gemacht wurde, seien diese aus dem sozialen Netzwerk entfernt worden.

Die betreffenden Gruppen trugen Titel und Beschreibungen, die darauf hindeuten, dass dort Inhalte gezeigt werden, für die die nötigen Urheberrechte fehlen. Denn schließlich sollen die Facebook-Nutzer ja die entsprechenden Gruppen finden, damit möglichst viele Zuschauer dabei sind.

Facebook geht dagegen vor

Diesen Umstand macht sich Facebook offenbar nur unzureichend zunutze, um von sich aus solche Gruppen frühzeitig ausfindig zu machen. Eine Facebook-Sprecherin sagte Business Insider: "Wir wenden erhebliche Ressourcen auf, um Piraterie für alle Videos auf Facebook, einschließlich der Watch Parties, zu bekämpfen und zu verhindern."

Facebook machte keine Angaben dazu, warum diese Watch-Party-Gruppen nicht schon vorher gesperrt wurden.

Weiter sagte die Sprecherin: "Wir ergreifen unverzüglich Maßnahmen gegen Urheberrechtsverletzungen, wenn wir davon Kenntnis erlangen, und sperren die Konten von Wiederholungstätern, falls erforderlich. In diesem Fall haben die Gruppen gegen unsere Gemeinschaftsstandards für geistiges Eigentum verstoßen und wurden entfernt."  (ip)


Verwandte Artikel:
US-Gerichtsurteil: Einbetten von Tweets kann Urheberrecht verletzen   
(18.02.2018, https://glm.io/132838 )
Terrorinhalte: EU-Ausschuss lehnt Uploadfilter ab   
(09.04.2019, https://glm.io/140558 )
Softwarepiraterie: Bing zeigt Schwarzkopierseiten für Office 2019 prominent an   
(17.12.2018, https://glm.io/138286 )
Programmierer: Wenn der Urheber gegen das Urheberrecht verliert   
(05.04.2019, https://glm.io/140463 )
Windows 10 Mobile: Facebook, Instagram und Messenger verschwinden bald   
(08.04.2019, https://glm.io/140538 )

© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/