Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/neuronale-netze-ki-spezialist-ian-goodfellow-wechselt-von-google-zu-apple-1904-140498.html    Veröffentlicht: 05.04.2019 16:10    Kurz-URL: https://glm.io/140498

Neuronale Netze

KI-Spezialist Ian Goodfellow wechselt von Google zu Apple

Als ein Erfinder von Generative Adversial Networks ist Ian Goodfellow ein Experte im Bereich neuronaler Netze. Er wechselt zu Apple und tritt eine leitende Position an, nachdem er zuvor bei Google an diversen Projekten gearbeitet hat.

Apple hat den KI-Forscher und Informatiker Ian Goodfellow angeheuert. Das berichtet der US-Nachrichtensender CNBC. Ein Update seines Berufstatus auf dem Jobnetzwerk Linkedin bestätigt seinen Wechsel von seinem letzten Arbeitgeber Google zu Apple. Er wird als Abteilungsleiter im Bereich Machine Learning in der Special Projects Group eingestellt.

Bisher hat Goodfellow in im Brain-Forschungsteam beim Konkurrenten Google gearbeitet. Er ist bekannt für seine Entwicklung von Generative Adversial Networks - ein Ansatz im Machine Learning, bei dem zwei neuronale Netze gegeneinander antreten und sich dadurch verbessern. Als Teil des OpenAI-Teams konnte er sich ebenfalls einbringen. Laut dem Sender CNBC, welcher sich auf Steuerberichte bezieht, hat er dort etwa 800.000 US-Dollar jährlich verdient. Als Verantwortlicher Mitarbeiter bei Apple wird diese Summe sicherlich um einiges höher ausfallen.

KI-Programm nach außen nicht unbedingt präsent

Machine Learning kommt bei Apple etwa bei der Sprachassistentin Siri zum Einsatz, denn diese muss Spracheingaben verstehen und in den Kontext setzen können - ähnlich wie Amazons Alexa und Google Assistant. Auch Apples Face ID nutzt eine KI zur Bilderkennung, um Geräte zu entsperren. Das Unternehmen betreibt außerdem das Projekt Titan für autonome Fahrzeuge. Innerhalb dieses Teams hat Apple allerdings im Rahmen einer Umstrukturierung knapp 200 Personen entlassen.

Generell ist Apples KI-Strategie nach außen hin nicht unbedingt bekannt. Das Unternehmen setzt eher auf Partnerschaften als auf Eigenentwicklungen. So bietet der Bionic-Chip auf Apples A12-SoC die Hardwarevoraussetzung für das Ausführen von Machine-Learning-Modellen auf mobilen Geräten, die Software dazu stammt meist von Drittanbietern. Mit der Einstellung von einem offensichtlichen Experten im Bereich GAN wie Goodfellow könnte sich das ändern.  (on)


Verwandte Artikel:
Mobile Bezahldienste: Wie sicher sind Apple Pay und Google Pay?   
(18.03.2019, https://glm.io/139613 )
Google: Tensorflow soll einsteigerfreundlicher und mobiler werden   
(07.03.2019, https://glm.io/139847 )
Musikstreaming: Apple Music kommt auf weitere Geräte anderer Hersteller   
(15.03.2019, https://glm.io/140038 )
Zertifizierungsstellen: Millionen TLS-Zertifikate mit fehlendem Zufallsbit   
(13.03.2019, https://glm.io/139979 )
Elizabeth Warren: Zerschlagung von Amazon, Google und Facebook gefordert   
(09.03.2019, https://glm.io/139893 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/