Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/nest-hub-max-integriert-google-ueberwachungskamera-in-ein-smartes-display-1903-140360.html    Veröffentlicht: 31.03.2019 11:24    Kurz-URL: https://glm.io/140360

Nest Hub Max

Integriert Google Überwachungskamera in ein smartes Display?

Da ist Google wohl ein Fehler unterlaufen. Im US-Store von Google war kurzzeitig ein bisher nicht angekündigtes Produkt aufgetaucht. Falls die Angaben stimmen, kommt in Kürze ein smartes Display mit Google Assistant sowie ausgefeilter Überwachungskamera.

Diesmal kommt das Gerücht vom Hersteller selbst - was auch nicht oft passiert. Wie Android Police bemerkt hat, wurde die Google-Store-Seite in den USA überarbeitet und zeigte in einem Schaubild ein bisher nicht angekündigtes Produkt: Den Nest Hub Max, eine Mischung aus smartem Display mit Google Assistant und Überwachungskamera. Google hat bereits reagiert und die Angaben wieder von der Seite entfernt.

Derzeit sind die Hintergründe unklar. Es ist aber eher unwahrscheinlich, dass Google gezielt mit Angaben zu einem Gerät hantiert, das am Ende nie auf den Markt kommen wird. Wahrscheinlicher ist es, dass Angaben zu einem geplanten Produkt zu früh auf der Webseite gemacht wurden. Wie üblich in solchen Fällen äußert sich Google dazu nicht.

Der Nest Hub Max ist zunächst eine größere Version des Home Hub, also ein smartes Display, das mittels Google Assistant auf Sprachbefehle hört. Google hatte im Oktober 2018 den Home Hub vorgestellt: Ein Gerät mit einem 7 Zoll großen Touchscreen und der von Google entwickelten Smart-Display-Plattform samt Google Assistant. Vor Google hatte unter anderem Lenovo erste smarte Displays bereits Anfang 2018 vorgestellt - als Konkurrenz zu Amazons Echo Show. Bisher gibt es Googles smarte Displays in Deutschland nicht.

Googles Home Hub hat keine Kamera

Der Home Hub von Google hatte ganz bewusst keine Kamera eingebaut, weshalb sich das Gerät nicht für Videotelefonate nutzen lässt. Sowohl die Echo-Show-Modelle von Amazon als auch die smarten Displays von Lenovo sind mit einer Kamera versehen, so dass Videotelefonate bequem möglich sind.

Falls der Nest Hub Max kommen sollte, wäre er deutlich größer als der Home Hub. Letzerer hat - wie der erste Echo Show - einen 7 Zoll großen Touchscreen; beim Nest Hub Max soll der Touchscreen hingegen 10 Zoll groß sein. Zudem ist eine Überwachungskamera mit Nest-Technik eingebaut, die den Nutzer alarmiert, falls verdächtige Aktivitäten bemerkt werden.

Die Kamera im Echo Show kann bisher nicht für Überwachungsfunktionen genutzt werden. Es gibt nicht einmal die Möglichkeit, die eingebaute Kamera etwa in den eigenen vier Wänden nur als Kamera zu nutzen. Sie ist vor allem für Videotelefonate gedacht.

Die versehentliche Enthüllung von Google lässt viele Fragen offen. So ist unklar, wann und zu welchem Preis der Nest Hub Max erscheinen könnte. Die Enthüllung auf der Webseite lässt vermuten, dass eine Markteinführung bald bevorsteht. Ob das Produkt auch nach Deutschland kommen wird, ist ungewiss, weil die Gerätegattung bisher nicht in Deutschland verfügbar ist.

Auch noch interessant:



 (ip)


Verwandte Artikel:
Smart Display: Erste Echo-Show-Konkurrenz mit Google Assistant gezeigt   
(09.01.2018, https://glm.io/132045 )
Amazon: Skype-Unterstützung für Echo-Lautsprecher verfügbar   
(27.03.2019, https://glm.io/140270 )
Echo Sub und Alexa Multiroom im Test: Amazon braucht Nachhilfe von Sonos   
(12.12.2018, https://glm.io/138181 )
Update für Alexa-Display im Hands on: Browser macht den Echo Show viel nützlicher   
(11.10.2018, https://glm.io/137054 )
Ikea Symfonisk: Sonos-kompatibler Lautsprecher kann als Nachttisch dienen   
(26.03.2019, https://glm.io/140248 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/