Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/e-pad-neues-android-tablet-mit-e-paper-display-und-stift-1903-140346.html    Veröffentlicht: 29.03.2019 11:14    Kurz-URL: https://glm.io/140346

E-Pad

Neues Android-Tablet mit E-Paper-Display und Stift

E-Paper-Displays eignen sich hervorragend zum Lesen und Schreiben - ein chinesisches Startup kombiniert einen solchen Bildschirm nun mit einem Android-Tablet. Das E-Pad soll die Vorzüge von Android mit denen von E-Paper kombinieren, eine Crowdfunding-Kampagne ist bereits erfolgreich finanziert.

Das chinesische Startup Eewriter will ein Android-Tablet mit E-Paper-Display auf den Markt bringen. Das E-Pad soll mit Android laufen und dadurch die Vorzüge eines E-Paper-Readers mit der App-Vielfalt von Googles mobilem Betriebssystem kombinieren. Das Unternehmen sucht aktuell per Crowdfunding weitere Unterstützer für sein Projekt.

Der Bildschirm des E-Pad soll beim fertigen Produkt 10,3 Zoll groß sein und eine Auflösung von 1.872 x 1.404 Pixeln haben. Eine Hintergrundbeleuchtung sollte das Tablet ursprünglich nicht haben, sondern ausschließlich die reflektiven Eigenschaften von E-Paper nutzen. Eewriter will aber ab einer Unterstützerzahl von 400 auch eine Hintergrundbeleuchtung einbauen - diese Zahl war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels fast erreicht.

Zur Latenz und Refresh-Rate des Displays macht der Hersteller keine Angaben. Videos zeigen aber, dass das Tablet sich eher weniger für Apps eignen dürfte, die Inhalte mit schnellen Bewegungen anzeigen - Spiele beispielsweise. Sinnvoller dürfte sich das E-Pad als E-Book-Reader, für handschriftliche Notizen und als Zeichen-Tablet einsetzen lassen.

Dafür bietet Eewriter einen Stift an, der allerdings 29 US-Dollar extra kostet. Laut dem Hersteller soll das E-Pad beim Schreiben ein papierähnliches Gefühl bieten - es ist also anzunehmen, dass die Display-Oberfläche matt ist, wie beim Remarkable-Tablet. Dank Android könnten Nutzer des E-Pads zahlreiche Notiz-, Schreib- und Zeichenprogramme verwenden. Das Tablet soll bei Bedarf auch handschriftliche Eingaben in gedruckten Text umwandeln.

Im Inneren soll ein Helio-X20-SoC von Mediatek arbeiten, der Arbeitsspeicher soll 2 GByte groß sein. Der eingebaute Flash-Speicher ist mit geplanten 32 GByte recht klein, es soll aber einen Speicherkartensteckplatz geben. Außerdem soll das fertige Tablet einen SIM-Kartensteckplatz haben und LTE unterstützen. Die Standbyzeit des Gerätes soll bei über 20 Tagen liegen.

Aktuell müssen Interessenten 450 US-Dollar zahlen, wenn sie im August 2019 ein E-Pad erhalten wollen. Das Finanzierungsziel von 10.000 US-Dollar hat Eewrite bereits erreicht: Derzeit haben 389 User fast 174.000 US-Dollar beigetragen. Eine Garantie, dass das Produkt letztlich wirklich hergestellt wird, gibt es bei Crowdfunding allerdings nicht.  (tk)


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