Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/breko-tiefbauboerse-soll-glasfaser-in-deutschland-voranbringen-1903-140226.html    Veröffentlicht: 25.03.2019 11:55    Kurz-URL: https://glm.io/140226

Breko

Tiefbaubörse soll Glasfaser in Deutschland voranbringen

Eine webbasierte Plattform für Glasfasernetzbetreiber und Tiefbaufirmen entsteht. Start ist auf den Fiberdays des Breko am Dienstag in Wiesbaden.

Der Breko will in seiner Tiefbaubörse Glasfasernetzbetreiber und Tiefbauunternehmen zusammenbringen. Das gab der Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation) am 25. März 2019 bekannt. Partner sind der Baukonzern Strabag, der ELTEL, Leonhard Weiss sowie der Mittelständler Klenk & Sohn.

Daneben kooperiert der Breko mit dem Fachverband Fernmeldebau (FFB) und der Gütegemeinschaft Kabelleitungstiefbau. Die Preise beim Tiefbau sind laut Angaben des Instituts WIK in den vergangenen zwei Jahren um rund ein Drittel gestiegen. Ausbauende Unternehmen beklagen oft, dass sie kaum Angebote von Kabeltiefbauunternehmen bekämen.

Bei den jetzigen Tiefbaukapazitäten kann bis zum Jahr 2025 nur die Hälfte der Haushalte versorgt werden. Das sagte Iris Henseler-Unger, Direktorin und Geschäftsführerin des Wissenschaftlichen Instituts für Kommunikation (WIK), im November 2018. "Wir haben durchschnittlich einen Preisanstieg von 30 Prozent", erklärte Henseler-Unger. Es gebe eine deutliche Preissteigerung in den Gebieten, wo stark gefördert wurde. Es gebe auch Preisanstiege von 50 Prozent. Die Branche, die Kabelnetztiefbau betreibt, sei mittelständig geprägt. Hier seien sehr kleine Unternehmen unterwegs. Große Baukonzerne wie Hochtief seien hier nicht aktiv.

Die vom Breko initiierte Tiefbaubörse soll als webbasierte Kontakt- und Auftragsbörse geführt werden. Netzbetreiber können dort längerfristig angedachte Ausbauvorhaben ankündigen sowie konkret geplante Ausbauprojekte einstellen. Tiefbauunternehmen wiederum können hier kurzfristig frei werdende Ressourcen bekanntgeben.

Die Breko Handelsplattform für Open-Access-Kooperationen und Netznutzung umfasst bisher nur Telemark (Iserlohn), die Stadtwerke Unna und die Gelsen-Net aus Gelsenkirchen.  (asa)


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