Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/cisco-das-webex-der-zukunft-unterhaelt-sich-mit-mitarbeitern-1903-140146.html    Veröffentlicht: 20.03.2019 17:26    Kurz-URL: https://glm.io/140146

Cisco

Das Webex der Zukunft unterhält sich mit Mitarbeitern

In einem Blog-Eintrag berichtet Cisco von seinen Absichten, die Interaktion mit dem Konferenzsystem Webex künftig natürlicher zu gestalten. Das bedeutet Sprachsteuerung und Gesichtserkennung - und parallel dazu das Sammeln vieler Daten.

Cisco arbeitet an KI-gestützter Steuerung für sein Konferenzsystem Webex. Das soll eine natürlichere Handhabung mit der Hard- und Software ermöglichen. Dabei sollen Smart Boards im Meeting-Raum intelligent auf Fragen per Stimme reagieren. Das beginnt damit, dass Mitarbeiter, die den Raum betreten, vom System begrüßt werden. In einem Beispielszenario beschreibt Cisco dieses Verhalten: Die Hardware könnte mit einem simplen "Hi" grüßen, den Kalender der erkannten Mitarbeiter durchsuchen und Aktionen vorschlagen.

Dabei erkennt das Smart Board sich nähernde Mitarbeiter. Diese Technik integriert das Unternehmen bereits durch die Funktechnik NFC und die Nutzung von Webex auf dem jeweiligen Gerät. Das Cisco Sparkboard ist eines der Geräte, welches das unterstützt. Auf anderem Weg ist eine Identifizierung für Cisco auch durch Gesichtserkennungssoftware möglich, die die Gesichter von Mitarbeitern in einem Unternehmen kennt und zuordnen kann.

Das Konferenzsystem wählt auf Basis der Kalendereinträge der erkannten Person eine Aktion aus - etwa ein anstehendes Videomeeting. Andere Sprachbefehle teilen Mitarbeiter der Software per Sprachkommando mit: "OK, Webex, call Susan" ist dafür ein Beispiel. Das erinnert an Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant. Sollte es beim genannten Beispiel mehrere Menschen mit dem Namen Susan geben, soll die richtige Person gefunden werden.

Daten von 300 Millionen Nutzern

Das könnte die Software dadurch erreichen, dass sie Personen vorschlägt, die in einer Beziehung zu den Fragestellern stehen, etwa wenn sie innerhalb von Webex derselben Abteilung zugeordnet sind oder viel Kommunikation zwischen ihnen stattfindet. Darüber hinaus soll das von Cisco vorgestellte System Namen von Mitgliedern in einem Videomeeting einblenden und zusätzliche Informationen zuordnen können.

"Wenn Sie eine der 300 Millionen Personen sind, die Webex monatlich nutzen, dann müssen Sie sich das nicht vorstellen. Sie werden es bald erfahren dürfen", schreibt Cisco in seiner Ankündigung. Die Menge an Daten, die die Software für die in der Theorie praktisch klingenden Funktionen sammeln muss, ist aber mitunter erheblich - vor allem, wenn das Programm von jedem der 300 Millionen Nutzer ein sehr persönliches Profil erstellt, inklusive Arbeitsbranche, Aussehen und Geschäftskontakte; gesteuert von Cisco.  (on)


Verwandte Artikel:
Google und Cisco: Webex bekommt Verstärkung durch Gsuite und Google-KI   
(25.07.2018, https://glm.io/135670 )
Jamboard: Googles Smartboard kommt in den USA auf den Markt   
(24.05.2017, https://glm.io/128002 )
Alibaba: Für 15 Milliarden Dollar Quanten, KI und Iot erforschen   
(11.10.2017, https://glm.io/130553 )
Cisco: Noch immer Sicherheitslücken in Webex   
(19.07.2017, https://glm.io/129008 )
Compute Express Link: Intels CXL-Interconnect verknüft CPUs und Beschleuniger   
(11.03.2019, https://glm.io/139916 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/