Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/bluetooth-hoerstoepsel-apples-neue-airpods-reagieren-auf-hey-siri-1903-140142.html    Veröffentlicht: 20.03.2019 15:12    Kurz-URL: https://glm.io/140142

Bluetooth-Hörstöpsel

Apples neue Airpods reagieren auf Hey Siri

Apple hat die lang erwartete zweite Generation der Airpods vorgestellt. Das immer wieder grundlegend überarbeitete Modell lässt aber weiter auf sich warten. Es sind die ersten Bluetooth-Hörstöpsel, die nur auf Zuruf mit einem digitalen Assistenten verwendet werden können.

Die zweite Generation der Airpods ist nur eine leichte Überarbeitung im Vergleich zum Vorgängermodell. Die Neuvorstellung hat einen neuen Steuerchip bekommen und kann wahlweise mit einem Ladeetui erworben werden, das sich drahtlos aufladen lässt. Bereits im Dezember 2018 hatte sich abgezeichnet, dass Apple zunächst nur leicht überarbeitete Modelle auf den Markt bringen wird. Größere Änderungen wird es demnach erst im kommenden Jahr geben.

Die Airpods gehören zur Kategorie der drahtlosen Bluetooth-Hörstöpsel alias True Wireless In-Ears. Das bedeutet, dass sie keinerlei Kabel haben. Zur Aufbewahrung und zum ständigen Laden werden die Stöpsel in einem Ladeetui abgelegt. Nur darüber lassen sich die Stöpsel laden.

Die zweite Generation der Airpods sind die ersten Bluetooth-Hörstöpsel, die sich auf Zuruf mit einem digitalen Assistenten nutzen lassen. Mit dem Zuruf "Hey Siri" kann die Lautstärke angepasst werden oder ein Lied vor- oder zurückgesprungen werden. Ob auch andere digitale Assistenten wie Google Assistant auf Zuruf verwendet werden können, ist nicht bekannt. Bisher hat Jabra zwar als erster Hersteller einen Kopfhörer angekündigt, der digitale Assistenten auf Zuruf nutzen kann. Der betreffende Kopfhörer Elite 85h soll aber erst im Mai 2019 erscheinen.

Die Grundbedienung der Airpods ist wie beim Modell der ersten Generation: Es gibt nur einen Sensorbereich, der mittels Doppeltippen Befehle entgegennimmt. Die Konfiguration der Befehle ist beim alten Modell nur mit Apple-Geräten möglich. Auf Android-Geräten erlaubt Apple keinerlei Konfiguration. Bei den Airpods der ersten Generation lässt sich die Lautstärke nicht mittels Fingerberührung anpassen, das ist wohl auch beim neuen Modell so.

Apple gibt für die neuen Geräte wieder eine Akkulaufzeit von fünf Stunden an. Das alte Modell schaffte immer nur vier Stunden und das auch nur bei Einsatz eines iPhones. Mit einem Android-Gerät verkürzte sich die Akkulaufzeit nochmals auf 3,5 Stunden. Mit dem Ladeetui sollen sich die Airpods fast fünfmal aufladen lassen. Zudem verspricht Apple einen Schnellladebetrieb. Wenn die Airpods-Akkus leer sind, sollen 15 Minuten Ladezeit für drei Stunden Nutzung ausreichen.

Airpods gibt es in zwei Varianten

Den Modellen der zweiten Generation liegt standardmäßig erneut ein Ladeetui bei, das kein drahtloses Laden unterstützt. Zudem kann der Käufer die Apple-Hörstöpsel gegen einen Aufpreis von 50 Euro auch mit einem Ladeetui erwerben, das sich drahtlos mittels Qi-kompatiblem Ladegerät laden lässt. Dieses Drahtlos-Ladeetui kann auch einzeln erworben werden, kostet dann aber fast doppelt so viel. Dieses Etui soll dann kompatibel zu den Airpods der ersten Generation sein.

Die Airpods unterstützen weiterhin keine Möglichkeit, die Hörstöpsel parallel mit zwei Bluetooth-Geräten zu verbinden. Aber Apple verspricht, dass der Aufbau einer Bluetooth-Verbindung schneller als bisher funktionieren soll. Das Unternehmen machte keine Angaben dazu, welchen Bluetooth-Standard die neuen Airpods unterstützen.

Apple verkauft die Airpods mit zwei verschiedenen Ladeetuis. Wer die neuen Airpods jetzt bestellt, bekommt sie kommende Woche geliefert. Das Modell mit Ladeetui ohne kabellose Lademöglichkeit gibt es wieder für 180 Euro - also zum Preis der ersten Generation. Die Airpods mit Ladeetui, das sich kabellos laden lässt, kosten 230 Euro. Zudem wird das Ladeetui mit drahtloser Lademöglichkeit auch einzeln angeboten, es kostet 90 Euro und kann auch mit den Airpods der ersten Generation verwendet werden.

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 (ip)


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