Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/krita-4-2-0-open-source-zeichenprogramm-unterstuetzt-hdr-auf-windows-10-1903-140020.html    Veröffentlicht: 14.03.2019 16:12    Kurz-URL: https://glm.io/140020

Krita 4.2.0

Open-Source-Zeichenprogramm unterstützt HDR auf Windows 10

Das Zeichenprogramm Krita ist Kennern als kostenlose Alternative zu Photoshop bekannt. In der neuen Version wurde HDR-Support hinzugefügt. Der setzt allerdings Windows 10 voraus. Die Entwickler mussten das Programm zudem für DirectX anpassen.

Die neue Version 4.2.0 des kostenlosen Zeichenprogramms Krita unterstützt High Dynamic Range für Windows 10. Dazu mussten die Entwickler ihr auf OpenGL basierendes Open-Source-Tool anpassen, da der für die HDR-Farbtiefe verantwortliche Standard Rec 2020 nur per DirextX funktioniert. Dieser unterstützt 10 oder 12 Bit Tiefe pro RGB-Kanal. Standardmäßig nutzt Krita normales SRGB, was im Bereich der roten und grünen Farben etwas weniger Abstufungen bietet.

"Warum ist das cool? Man hat einen größeren Umfang an Farben zum Arbeiten", schreiben die Entwickler im Blogpost. Neben herkömmlichen Zeichnungen und Bildern lassen sich mit Krita 4.2.0 auch Animationen in HDR erstellen. Der Videorenderer nutzt dafür den H.265-Codec. Um HDR allerdings nutzen zu können, ist zum einen entsprechende Hardware notwendig: Ein HDR-Monitor und eine aktuelle dedizierte Grafikkarte sind empfehlenswert.

Kostenlose Alternative mit HDR

Zum anderen setzt die bessere Farbtiefe zwingend Windows 10 mit installierter Version 1809 aus. Anschließend müssen Nutzer den HDR-Modus in Windows 10 manuell einstellen und den RC-2020-Farbraum in Krita auswählen. Eine genaue Anleitung stellen die Entwickler in ihrer Ankündigung bereit.

Krita 4.2.0 kann kostenlos auf der Herstellerseite heruntergeladen werden. Die Version gibt es momentan nur für Windows 10. Da es sich dabei um kostenlose Software handelt, ist sie für Grafiker oder Hobbykünstler eine gute Alternative zu Photoshop CC, das theoretisch 32-Bit-Farben unterstützt. Allerdings gibt es dafür noch keine erschwingliche Hardware. Auch 10-Bit-HDR ist eher bei Pen-Displays von Wacom vorhanden, bei preiswerteren Herstellern wie Huion oder Xp-pen hingegen meist nicht.  (on)


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