Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/indiegames-dwarf-fortress-kommt-auf-steam-mit-ueberarbeiteter-grafik-1903-140005.html    Veröffentlicht: 14.03.2019 10:44    Kurz-URL: https://glm.io/140005

Indiegames

Dwarf Fortress kommt auf Steam mit überarbeiteter Grafik

Von nur zwei Entwicklern wird das Indiegame Dwarf Fortress entwickelt. Es ist als komplexe, aber simpel aussehende Simulation bekannt. Das soll sich ändern: mit überarbeiteter Grafik und einem Release auf Steam sowie itch.io. Dabei helfen Community-Mitglieder.

Die unerwartet erfolgreiche Dungeon-Simulation Dwarf Fortress kommt auf die Spieleplattformen Steam und itch.io wurde optisch überarbeitet. Statt ASCII-Zeichen und einfache Linien zu verwenden, haben die zwei Entwickler Zach und Tarn Adams in Kooperation mit Kitfox Games die Welt und Sprites von Gegenständen und Figuren in 3/4-Perspektive neu gezeichnet. Die Grafiken sollen von den Community-Mitgliedern und Moddern Michal Madej und Martin Schroeder erstellt werden.

Ansonsten ändere sich am Spielprinzip wenig, heißt es in den zur Ankündigung veröffentlichten FAQ. Das bedeutet, dass Spieler in prozedural generierten Welten ihre eigene Festung aufbauen oder in Dungeons Abenteuer erleben können. Der Steam-Release ist lediglich eine grafisch neu aufgelegte Version, sie bleibt also immer noch relativ ressourcenaufwendig. Auch der umfangreiche Modding-Support soll erhalten bleiben, genauso wie die alte und kostenlose ASCII-basierte Variante.



Geld für die Familie

Die Brüder Adams erklären in den FAQ ihre Beweggründe für die Migration auf Steam und itch.io: Zum einen sei die Unterstützung durch die Plattform Patreon schwer vorauszusehen. Das Geld werde aber benötigt, um ein Gesundheitsproblem innerhalb der Familie zu finanzieren. Deshalb kostet das überarbeitete Dwarf Fortress 20 US-Dollar. "Wir werden die ASCII-versierte Version weiter mit Updates versorgen", versichern die Adams-Brüder. Das letzte Update wurde am 7. Juli 2018 veröffentlicht.

Es ist noch nicht bekannt, wann die überarbeitete Version des Spiels kommen soll. Zumindest wird das Spiel dadurch ein größeres Publikum bekommen. Das ist auch einer der Gründe für den Plattformwechsel. "Dwarf Fortress geht Premium, weil wir es mehr Leuten vorstellen und die Community wachsen lassen wollen", sagen die Entwickler.  (on)


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