Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/us-cpsc-hp-muss-in-den-usa-nochmals-fast-80-000-akkus-zurueckrufen-1903-140003.html    Veröffentlicht: 14.03.2019 10:18    Kurz-URL: https://glm.io/140003

US CPSC

HP muss in den USA nochmals fast 80.000 Akkus zurückrufen

Wer zwischen Dezember 2015 und April 2018 ein bestimmtes HP-Notebook oder einen bestimmten Ersatzakku gekauft hat, sollte diesen überprüfen. Das gilt auch für bereits getestete Akkus, denn der Rückruf wurde deutlich erweitert und betrifft auch Europa.

Die US Consumer Product Safety Commission (CPSC) hat HP dazu aufgefordert, noch einmal 78.500 Akkus aus diversen Notebooks zurückzurufen und zu tauschen. Dies ist ein zusätzlicher Rückruf. HP musste dieses Jahr bereits 50.000 Zellen zurückrufen.

Zwar ruft eine US-Organisation zum Rückruf auf, doch auch HP Deutschland hat eine Webseite zum Austausch eingerichtet. Betroffen sind in erster Linie Lithium-Ionen-Akkus, die an Unternehmen verkauft wurden. Zu den betroffenen Geräten gehören etwa eine große Anzahl von Probooks, HPs Geschäftskundennotebooks im mittleren Preisbereich. Es trifft aber auch Geräte der Workstation-Klasse (ZBooks) und mobile Thin Clients. In einigen Fällen sind auch Endkundengeräte betroffen, wie etwa einzelne x360-Modelle.

Die CPSC verweist aber auch darauf, dass zum Teil Ersatzakkus, die nachträglich gekauft wurden, ausgetauscht werden müssen. Einige Akkus sind laut HP zudem fest verbaut, der Austausch ist nur über den Service möglich. Als Gegenmaßnahme bietet HP zudem ein Bios mit Akkusicherheitsmodus an. Dann kann ein Gerät auch mit einem mutmaßlich defekten Akku weiterbetrieben werden. Das Gerät wird dann nur noch über ein Netzteil mit Strom versorgt.

Die CPSC als auch HP warnen ausdrücklich vor den Gefahren der Akkus. Diese können überhitzen und stellen damit eine Brandgefahr dar. HP verweist zudem darauf, dass Kunden, die vorher schon über die Webseite ihre Akkus geprüft haben, eine erneute Prüfung vornehmen sollen. Sie sollen sich keinesfalls auf eine alte bestandene Prüfung verlassen. Hintergrund dürften die zusätzlich hinzugekommenen Akkus sein.

Die von der CPSC genannten Akkumengen sind ausschließlich Zahlen im US-Vertrieb. Die Austauschmenge beispielsweise in Europa ist nicht bekannt. Betroffen sind Verkäufe zwischen Dezember 2015 und April 2018.  (ase)


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