Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/project-xcloud-microsoft-zeigt-spielestreaming-mit-forza-horizon-4-1903-139980.html    Veröffentlicht: 13.03.2019 12:41    Kurz-URL: https://glm.io/139980

Project Xcloud

Microsoft zeigt Spielestreaming mit Forza Horizon 4

Google steht mit Managerin Jade Raymond kurz vor der Präsentation seiner Spielepläne, nun hat auch Microsoft einen kleinen Einblick in sein Spieleprojekt Xcloud erlaubt. Offenbar ist damit gute Grafik auch über Mobilfunkverbindungen möglich.

Microsoft hat bei einer Videoübertragung erstmals live das Spielestreaming vorgestellt, an dem die Firma derzeit unter dem Namen Project Xcloud arbeitet. Zusammen mit dem zuständigen Entwicklungschef Kareem Choudhry konnte die Moderatorin auf einem Smartphone mit Android in Echtzeit das Rennspiel Forza Horizon 4 ausprobieren. Die Steuerung erfolgt über ein per Bluetooth gekoppeltes Gamepad. Das Spiel wurde offenbar auf Azure-Servern von Microsoft ausgeführt, Grafik und Eingaben über das Netz ausgetauscht.

Laut Choudhry soll das auch mit Mobilfunkverbindungen funktionieren - genauer hat der Entwickler sich nicht zu Standards und nötigen Übertragungsgeschwindigkeiten geäußert. Im Oktober 2018 hatte Microsoft gesagt, dass die Onlineverbindung bei internen Versuchen rund 10 MBit/s schaffen müsse. Auch damals hieß es allerdings, dass man das Ziel habe, interaktives Streaming in 4G-Netzen zu ermöglichen - aber mit 5G werde es natürlich einfacher.

Öffentliche Tests sollen im Laufe des Jahres folgen, konkrete Termine hat Microsoft auch in einem parallel zum Stream veröffentlichten, sehr allgemein gehaltenen Blogbeitrag nicht genannt. Mit weiteren Informationen ist spätestens auf der Spielemesse E3 zu rechnen, die im Juni 2019 stattfindet.

Das von Microsoft gezeigte Streaming dürfte auch eine frühe Antwort auf das sein, was Konkurrent Google voraussichtlich im Rahmen der Entwicklerkonferenz GDC 2019 in San Francisco präsentiert. Auf einer Keynote am 19. März 2019 will sich das Unternehmen mutmaßlich darüber äußern, woran es unter dem Projektnamen Yeti schon länger arbeiten soll. In den vergangenen Tagen sind im Netz bereits Bilder aufgetaucht, auf denen Gamepads von Google zu sehen sein sollen.

Dazu passt auch eine hochrangige Neuverpflichtung: Die langjährige Ubisoft-Managerin Jade Raymond hat per Twitter bekanntgegeben, nun bei Google zu arbeiten. In welcher Funktion genau, sagte sie nicht, aber alles andere als ein Zusammenhang mit Yeti wäre aufgrund ihrer bisherigen Berufserfahrung und des Timings eine Überraschung.  (ps)


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