Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/thisables-ikea-macht-mit-3d-gedruckten-addons-moebel-barrierefrei-1903-139962.html    Veröffentlicht: 13.03.2019 08:57    Kurz-URL: https://glm.io/139962

Thisables

Ikea macht mit 3D-gedruckten Addons Möbel barrierefrei

Das schwedische Möbelhaus Ikea macht seine Möbel zugänglicher für Menschen mit Behinderungen. Dafür dienen 13 Modelle, die jeder selbst ausdrucken (lassen) kann.

Ikea-Möbel sind zwar allgegenwärtig, aber nicht jeder kann jedes Möbelstück nutzen. Schränke ohne Griffe, Lampen mit kleinen Schaltern oder Stühle und Sofas mit ungünstigen Sitzwinkeln können die Benutzung für Menschen mit bestimmten Behinderungen unmöglich machen oder zumindest stark erschweren. Ikea Israel hat sich daher mit den gemeinnützigen Organisationen Milbat und Access Israel zusammengetan und zahlreiche 3D-Modelle unter dem Namen Thisables entwickelt, die die Möbel barrierefrei machen sollen.

Insgesamt werden 13 Modelle angeboten, die an Ikea-Möbel angesteckt werden können, um größere Griffe, andere Stellwinkel von Sofas oder Ähnliches zu realisieren. Den Sinn der jeweiligen Addons demonstrieren Videos auf der Youtube-Seite von Ikea.

Auch Montageanleitungen gibt es. Das Ausdrucken der 3D-Modelle müssen Nutzer selbst organisieren. Im Internet finden sich zahlreiche Anbieter, die gegen Gebühr entsprechende Druckaufträge übernehmen und die Produkte zuschicken. Ikea will den Service offenbar noch ausbauen - ein Formular für weitere Produkterweiterungen wurde auf den Seiten veröffentlicht.

Bei Thisables handelt es sich nicht um die ersten Modelle von Ikea, die aus dem 3D-Drucker stammen. Mit dem Ubik hat Ikea bereits 2018 einen individuell anpassbaren ergonomischen Stuhl für Extrem-Gamer entwickelt. Auf den Ikea Democratic Days wurde der Prototyp, der Rückenschmerzen und Krämpfe lindern soll, selbst wenn ein Gamer 20 Stunden darauf sitzt, präsentiert. Der Stuhl wurde in Zusammenarbeit mit dem Prothetikunternehmen Unyq aus San Francisco entwickelt, wobei die Sitzfläche mit einem 3D-Drucker auf Basis eines Körperscans des künftigen Nutzers individuell gestaltet wird. Die Body-Scanning-Technik von Unyq wurde eigentlich für medizinische Wearables entwickelt.  (ad)


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