Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/quarkus-red-hat-will-java-fuer-kubernetes-fit-machen-1903-139878.html    Veröffentlicht: 08.03.2019 11:25    Kurz-URL: https://glm.io/139878

Quarkus

Red Hat will Java für Kubernetes fit machen

Mit dem Framework Quarkus will Open-Source-Spezialist Red Hat die Programmiersprache Java in die Cloud-Umgebung aus Microservices, Containern und Kubernetes bringen. Der Grund ist schlicht die Beliebtheit der Systeme.

Die wohl vor allem als Linux-Distributor bekannten Open-Source-Spezialisten von Red Hat sind seit vielen Jahren ein wichtige Beteiligte in der Java-Community mit entsprechenden Middleware-Angeboten und einer direkten Mitarbeit an der Java-Standardumgebung des OpenJDK. Das Unternehmen hat nun das Open-Source-Framework Quarkus angekündigt, das den Einsatz von Java in Cloud-Umgebungen ermöglichen soll, die vor allem von Microservices, dem Container-Einsatz und der Orchestrierung Kubernetes dominiert werden.

"Als Industrie müssen wir überdenken, wie Java am besten für diese neuen Arbeitsumgebungen und Anwendungsarchitekturen eingesetzt werden kann", heißt es dazu in der Ankündigung von Red Hat. Die Lösung dazu ist Quarkus, das der Hersteller als Supersonic Subatomic Java bezeichnet. Mit dieser vermutlich nicht ganz ernst gemeinten Beschreibung soll wohl ausgedrückt werden, dass mit Quarkus schnelle und vergleichsweise kleine Java-Anwendungen erstellt werden können, die gut in Container-Umgebungen laufen.

Quarkus ist auf den Einsatz mit der Java-Standard-VM Hotspot sowie der noch relativ neuen GraalVM ausgelegt und baut auf vielen wichtigen Java-Bibliotheken auf. Dazu gehören etwa Netty, Rest-Easy, Eclipse Vert.x oder Apache Kafka. Mit dem Logging-Framework Prometheus und dem zum Tracing und Debugging gedachten Jaeger sind auch zwei wichtige Komponenten aus dem Kubernetes-Umfeld mit Quarkus nutzbar.

Ausgegebenes Ziel für Quarkus ist es, dass Java zu einer "führenden Plattform in Kubernetes- und Serverless-Umgebungen" wird. Das Framework selbst kann über einen verfügbaren Mechanismus auch durch eigene Entwicklungen erweitert werden. Weitere Details zu Quarkus finden sich auf der Projektwebseite, der Quellcode steht unter der Apache-Lizenz zum Download auf Github bereit.  (sg)


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