Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/fujitsu-fujitsu-vor-neuen-massenentlassungen-in-europa-1903-139859.html    Veröffentlicht: 07.03.2019 12:56    Kurz-URL: https://glm.io/139859

IT

Fujitsu vor neuen Massenentlassungen in Europa

Fujitsu schließt laut einem Bericht in einer Reihe von Ländern seine Vertriebsniederlassungen komplett. Nur wo ein relativ hoher Umsatzanteil über Dienstleistungen erwirtschaftet wird, bleiben die Landestöchter bestehen.

Fujitsu baut seine Belegschaft in einer Reihe von Regionen komplett ab, darunter der größte Teil Osteuropas und einige Länder des Mittleren Ostens und Afrikas. Wie das Onlinemagazin The Register unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, bedeutet dies den Verlust von 1.100 Arbeitsplätzen. Die Liste umfasst Algerien, Bulgarien, die Tschechische Republik, Ägypten, Griechenland, Ungarn, Indien, Israel, Italien, Kasachstan, Marokko, Katar, Saudi-Arabien, Serbien, die Slowakei, Südafrika, die Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate und Usbekistan.

Diese Niederlassungen verkauften weitgehend Fujitsu-Hardware, ein Geschäft mit niedrigen Gewinnmargen. Dieser Schritt sei das Ergebnis einer "umfassenden Überprüfung" der EMEA-Region, was für Europa, Mittlerer Osten und Afrika steht. Fujitsu werde das Management in 16 Ländern in Europa beibehalten, die einen relativ hohen Umsatzanteil über Dienstleistungen generieren. Dazu gehören Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Irland, Luxemburg, die Niederlande, Polen, Portugal, Russland, Spanien, Schweden, die Schweiz und Großbritannien.

Fujitsu setzt verstärkt auf Services

Die Reduzierung soll "die operative Leistung, die Rentabilität und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern", erklärte Fujitsu. Die Arbeitsplätze werden voraussichtlich in diesem Kalenderjahr abgebaut.

Fujitsu plant bereits, die Aktivitäten in den Bereichen Produktentwicklung, Fertigung und Logistik in Deutschland auslaufen zu lassen und seine Niederlassung Augsburg bis spätestens September 2020 vollständig zu schließen. Betroffen sind nicht nur 1.500 Mitarbeiter im Werk, auch 300 Leiharbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz. Das Augsburger Werk gilt als der letzte und gleichzeitig modernste Computer-Produktionsstandort Europas.  (asa)


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