Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/hedt-prozessor-amd-bestaetigt-threadripper-v3-fuer-herbst-2019-1903-139842.html    Veröffentlicht: 07.03.2019 14:06    Kurz-URL: https://glm.io/139842

HEDT-Prozessor

AMD kündigt Threadripper v3 für Herbst 2019 an

Nachschub für Highend-Desktop (HEDT): Basierend auf der Zen-2-Architektur und TSMCs 7-nm-Verfahren plant AMD die Threadripper v3. Die 2019 erscheinenden CPUs dürften mindestens 32 Kerne aufweisen.

AMD hat seine Roadmap für Investoren aktualisiert und grenzt in dieser den Veröffentlichungstermin für die Threadripper v3 ein. Diese HEDT-Prozessoren erscheinen nach den Ryzen 3000 alias Matisse, welche für Sommer 2019 angesetzt sind. Wir erwarten die Threadripper v3 wie schon 2017 und 2018 im Spätsommer oder früh im Herbst, also vermutlich August oder September 2019.

Die Threadripper v3, intern Castle Peak genannt, passen erneut in den Sockel TR4. Sie basieren jedoch auf der neuen Zen-2-Architektur, welche Optimierungen beim Front- und Backend aufweist. Die Prozessoren bestehen aus mehreren Chiplets, wenngleich sie einen anderen Aufbau aufweisen als beispielsweise ein Threadripper 2990WX (Test): Statt vier CPU-Dies, wovon jedes acht Kerne und zwei DDR4-Speicherkanäle integriert, nutzt AMD einen I/O-Chip mit dem Speichersubsystem und mehrere Chiplets, die nur Kerne und Caches beinhalten. Wahrscheinlich wird AMD vier bis acht davon nutzen, was 32 bis 64 Kernen entspricht.

Hintergrund ist, dass schon die Ryzen 3000 für 16 Cores ausgelegt sind, weil das Package für den Sockel AM4 neben einem I/O-Die noch zwei Octacore-Chiplets aufnehmen kann. Ein Threadripper mit 16 Kernen würde daher wenig Sinn ergeben, zumindest rein von der Rechenleistung her. Aus diesem Grund hatte AMD auch keinen Nachfolger des Threadripper 1900X veröffentlicht, stattdessen starten die Threadripper v2 in Form des 2920X erst bei 12 Cores.

Neben der schieren Kernmenge und vier statt zwei Speicherkanälen haben die Threadripper noch den Vorteil von drastisch mehr PCIe-Gen3-Lanes, was für NVMe-SSDs oder weitere Peripherie relevant ist. Intels Konkurrenzplattform ist der Sockel LGA 2066 für Prozessoren wie den Core i9-9980XE, welche bei gleicher Core-Anzahl jedoch deutlich teurer sind als AMDs Threadripper.  (ms)


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