Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/onlineversand-alle-pakete-einer-woche-am-amazon-day-erhalten-1903-139732.html    Veröffentlicht: 01.03.2019 14:15    Kurz-URL: https://glm.io/139732

Onlineversand

Alle Pakete einer Woche am Amazon Day erhalten

Prime-Kunden können sich neuerdings einen Amazon Day aussuchen, an dem sie ihre Bestellungen auf einen Schlag erhalten. Das soll die Umweltbilanz des Unternehmens verbessern, ist aber freiwillig und vorerst auf die USA beschränkt.

Amazon führt in den USA den Amazon Day ein. Prime-Kunden bestimmen diesen Tag einmal in der Woche, an dem alle Lieferungen gleichzeitig zugestellt werden. Das soll den CO2-Ausstoß wesentlich verringern. Das Angebot ist freiwillig und steht ausschließlich Kunden mit Prime-Abonnement zur Verfügung. Ein fester Liefertag sei dabei nicht nur umweltfreundlicher, heißt es in der Ankündigung, sondern für Kunden auch besser planbar - etwa wenn Lieferungen immer am Mittwochabend erfolgten. Das sieht der Hersteller als Vorteil an.

Der Amazon Day funktioniert so, dass Kunden über die gesamte Woche Einkäufe hinzufügen. Der Versandhändler speichert die Bestellung bis zu zwei Tage vor dem Lieferdatum. Am spezifizierten Tag werden dann alle Pakete gleichzeitig verschickt. Das kann auch den Vorteil haben, dass in ein großes Paket mehrere Produkte gesteckt werden, was wiederum weniger Karton benötigt.

Die Umwelt-Doppelmoral

Das Angebot gilt nur für Produkte, die von Amazon selbst abgewickelt werden und die sich für eine Prime-Auslieferung eignen. Der Dienst ist "für Prime-Mitglieder frei", was danach klingt, als könne das Angebot künftig auch für Nicht-Prime-Mitglieder erscheinen. Vorerst wird der Dienst auf den nordamerikanischen Markt beschränkt sein. Es ist noch nicht klar, ob und wann der Amazon Day auch nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz kommt. Es ist aber wahrscheinlich.

Amazon versucht bereits etwas länger, seine Umweltbilanz zu verbessern. 2018 machte das Unternehmen durch den Bau von Solaranlagen auf sich aufmerksam. Allerdings ist Golem.de auch klar, dass das Unternehmen weiterhin in die Ölindustrie investiert, was eine gewisse Doppelmoral sichtbar macht.  (on)


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