Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/smart-hub-htc-nennt-details-zu-seinem-neuen-5g-hub-1902-139615.html    Veröffentlicht: 25.02.2019 12:03    Kurz-URL: https://glm.io/139615

Smart Hub

HTC nennt Details zu seinem neuen 5G-Hub

HTC will in den nächsten Monaten einen 5G Hub auf den Markt bringen. Der bietet nicht nur 60-GHz-WLAN, um die schnellen 5G-Daten weiterzuleiten, sondern später auch einen Cloud-VR-Modus, bei dem der lokale Zuspieler entfallen kann.

Zur Mobilfunkmesse Mobile World Congress 2019 nennt HTC erste Details zu seinem schon Ende 2018 angekündigten 5G Hub. Mit dem Hub will HTC eine Heimzentrale zur Versorgung mit einer schnellen Internetverbindung via 5G anbieten. Dabei ist die Hardware recht stark und die Funktionen gehen über das reine Anbieten von WLAN hinaus.

Im Inneren der Box mit Display wird ein Snapdragon 855 Octacore die Hub-Dienste anbieten. Für die Mobilfunkverbindung wird der Snapdragon X50 genutzt (maximal 2,63 GBit/s Downstream, 287 MBit/s Upstream). Ein Fallback auf 4G-Technik ist ebenfalls möglich. 3G oder gar 2G beherrscht das System nicht. Als Betriebssystem wird dabei Android 9 eingesetzt. Die eigene HTC-Sense-Oberfläche wird für die Bedienung genutzt, die auf einem 720p-Bildschirm (5 Zoll) möglich ist. Ein Mikrofon achtet zudem auf Sprachkommandos und die Box kommuniziert über Lautsprecher zurück.

Der Speicher wird mit 4 GByte angegeben, während der Arbeitsspeicher laut Datenblatt 32 GByte bietet. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hat der Hersteller die Daten verwechselt, so dass der RAM bei 4 GByte liegen dürfte. Sollten die 32 GByte-Flashspeicher nicht ausreichen, kann eine Micro-SD-Karte eingesetzt werden.

Interessant ist die Mobilität des Hubs. Dieser muss nicht an einer Energieversorgung hängen. Ein Akku (7.260 mAh) soll dem Gerät genug Energie für einen vollständigen Tag geben. HTC schränkt in einer Fußnote das aber auch gleich ein, die Ergebnisse können variieren. Aufgeladen wird der Akku entweder mit einem Netzteil, per USB Power Delivery auf der 9-Volt-Schiene oder per Quick Charge 3.0 via USB.

Für die Weiterverteilung der Mobilfunksignale gibt es zum einen GBit-Ethernet und zum anderen WLAN. Hier unterstützt HTC nicht nur die üblichen Standards (IEEE 802.11a/b/g/n/ac), sondern auch 60-GHz-WLAN per 802.11ad. Dafür gibt es bisher zwar nur wenige Endgeräte, diese werden aber dafür sehr schnell bedient, sofern keine Wände dazwischen sind.

Bezüglich der Verbindungen gibt es Limitierungen. Über herkömmliches WLAN können nur 20 Clients angebunden werden. In einem vernetzten modernen Haushalt einer Familie sind das nicht gerade viele Geräte. Sollte der Router allerdings reihum Clients zulassen, dürfte das kein großes Problem sein. Normalerweise bieten WLAN-Access-Points aber erheblich mehr Verbindungen. Dazu kommen noch vier Hochgeschwindigkeitsverbindungen via 802.11ad.

Die Box wird auch Informationen senden können. So sieht ein Szenario vor, dass vom 5G Hub Videofilme zum Fernseher gestreamt werden. Ferner geplant ist eine Cloud VR genannte Einsatzmöglichkeit. Die erfordert aber ein kompatibles 5G-Netzwerk, das Mobile Edge Computing erlaubt, so HTC. Ein lokaler Zuspieler dürfte für VR-Inhalte dann entfallen, was durch die potenziell niedrigen Latenzen von 5G machbar werden soll.

Da es bereits eine deutsche Kampagnen-Webseite gibt, plant HTC offenbar auch, das Gerät in Deutschland anzubieten. Allerdings kann HTC noch keinen Partner in Europa nennen. In den USA wird der Hub ab dem 2. Quartal 2019 über den Mobilfunkanbieter Sprint Wireless angeboten. Einen Preis nennt HTC nicht. Das Gerät dürfte typischerweise mit einem Mobilfunkvertrag angeboten werden.  (ase)


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