Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/mobilfunk-nokia-hat-15-000-basisstationen-fuer-5g-ausgeliefert-1902-139596.html    Veröffentlicht: 24.02.2019 15:42    Kurz-URL: https://glm.io/139596

Mobilfunk

Nokia liefert 15.000 Basisstationen für 5G aus

Nokia-Chef Suri zeigt in Barcelona sein neues Endgerät für Fixed Wireless Access mit 5G. Damit seien 1 GBit/s möglich, es kommt bereits in einem Land zum Einsatz. Auch zu Huawei äußerte er sich.

Der finnische Telekommunikationsausrüster Nokia hat 15.000 5G-Basisstationen ausgeliefert. Das sagte Nokia-Chef Rajeev Suri Golem.de am 24. Februar 2019 auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona. Nokia sei derzeit an 100 Testläufen für den neuen Mobilfunkstandard beteiligt.

Zum Vergleich: Marktführer Huawei lieferte im Januar 25.000 Basisstationen aus. Im Februar waren es bereits 40.000, erklärte Ryan Ding, President der Carrier Business Group, am 20. Februar 2019.

Radio sei der wichtigste Bereich, sagte Suri. Der Corebereich macht laut Experten nur etwa 10 Prozent des Umsatzes der Ausrüster aus.

"Wenn Verbraucher 5G probiert haben, wollen sie es überall, daher haben wir ein breites Angebot für Fixed Wireless Access", erklärte Suri zur Vorstellung des Fastmile 5G Gateway. Damit wird die letzte Meile zum Endkunden per Funk überwunden.

In Australien ist die Technologie bereits im Einsatz. Optus-Chef Allen Lew sagte: "Wir haben im Januar 2019 ein Fixed-Wireless-Produkt gestartet." Zu den Kundenzahlen konnte Lew Golem.de noch nichts sagen: "Wir haben gerade erst angefangen", begründete der Firmenchef. Damit könnten Datenraten bis zu 1 GBit/s erreicht werden. Das neue Fastmile 5G Gateway kommt im sub-6GHz-Bereich zum Einsatz und basiert auf dem 3GPP 5G New Radio (NR).

Nach den Worten von Nokia-Chef Suri hat der Ausrüster "ein komplettes End-to-End-Angebot. Wir verkaufen wie verrückt."

Der Ausschluss eines Ausrüsters würde den 5G-Rollout verlangsamen, räumte Suri in der aktuellen US-Kampagne gegen Huawei ein. Ein Multi-Vendor-Modell, sei dennoch keine gute Idee, kostengünstiger wäre es bei einem Anbieter - natürlich Nokia - zu kaufen, behauptete Suri. Falls es ein Verbot von Huawei-Ausrüstung gebe, sei Nokia aber in der Lage zu liefern, sagte er auf Nachfrage.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Huawei am MWC 2019 in Barcelona teilgenommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.  (asa)


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