Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/tim-hoettges-telekom-will-zu-5g-ihr-ding-durchziehen-1902-139569.html    Veröffentlicht: 22.02.2019 15:28    Kurz-URL: https://glm.io/139569

Tim Höttges

Telekom will zu 5G "ihr Ding durchziehen"

Die Telekom beklagt sich zwar über die Auflagen zu 5G, will aber auf jeden Fall ein starkes und flächendeckendes Netz aufbauen. Dabei gebe es auch keinen Grund, nicht mit Huawei zusammenzuarbeiten, sagte Höttges.

Die Deutsche Telekom will nach eigenen Aussagen in jedem Fall ein hochwertiges 5G-Netzwerk aufbauen und damit bis zum Jahr 2025 einen Anteil von 99 Prozent der Kunden versorgen. "Wir machen unser Ding, und wir ziehen es durch", sagte der Chef der Deutschen Telekom, Tim Höttges, zur Frage der Auflagen für die 5G-Auktion im Gespräch mit N-TV nach Bekanntgabe der Quartalsergebnisse. "Dass die Rahmenbedingen dafür politisch nicht ideal gesetzt sind, das muss ich kritisieren", betonte der Konzernchef. Das bedeute aber keine Abstriche am Aufbau. Da habe die Telekom "auch noch viele Hausaufgaben zu machen", weil die Technik sich kontinuierlich verändere, betonte Höttges.

Der Netzbetreiber habe eine Multivendor-Strategie und mache sich von keinem Ausrüster abhängig. Partnerschaften bestünde mit Cisco, Ericsson und Nokia, die in unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz kämen. "Im Moment gibt es keinen Grund, mit Huawei nicht zusammenzuarbeiten. Wir haben die entsprechenden Sicherheitsfunktionalitäten da. Und es ist jetzt ein politischer Entscheidungsprozess, wie jetzt mit chinesischen Ausrüstern umgegangen wird", sagte Höttges.

In Deutschland errichte die Telekom jedes Jahr 2.000 neue große Mobilfunkantennen. In den Städten installiere man zusätzlich 10.000 Small Cells.

Höttges erklärte, in Deutschland plane der Konzern für die Zeit bis zum Jahr 2021 im Durchschnitt jährlich mehr als 2.000 neue Mobilfunkstandorte. "In Darmstadt bauen wir mit Ericsson das dritte Testfeld für 5G auf. Aber nicht nur dort: Bis 2025 wollen wir 99 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mit 5G versorgen", sagte Höttges.  (asa)


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