Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/intel-apple-soll-ab-2020-auf-arm-prozessoren-umschwenken-1902-139561.html    Veröffentlicht: 22.02.2019 08:54    Kurz-URL: https://glm.io/139561

Intel

Apple soll ab 2020 auf ARM-Prozessoren umschwenken

Intel geht angeblich davon aus, dass Apple sich ab 2020 von den eigenen Prozessoren verabschiedet und mit dem Mac auf die ARM-Plattform wechselt. Das hätte nicht nur für Intel Konsequenzen.

Apple könnte nach Einschätzung Intels ab 2020 von hauseigenen zu ARM-Prozessoren wechseln. Einem Bericht von Axios zufolge berieten hochrangige Intel-Mitarbeiter bereits über ein solches Szenario. Wenn Apple ab 2020 ARM-basierte Macs verkaufen würde, blieben Intel-Prozessoren außen vor.

Über Apples Projekt wurde schon im April 2018 berichtet, es soll intern als Kalamata bezeichnet werden. Laut dem damaligen Bloomberg-Bericht machen Apples Prozessorbestellungen bei Intel fünf Prozent des Umsatzes aus.

Für Mac-Besitzer wird sich vorerst wohl nichts ändern, da Apple weiterhin eine MacOS-Version für diese Prozessorplattform zur Verfügung stellen müsste. Apple wechselt nicht das erste Mal den Prozessoranbieter und verfuhr damals mit dem Betriebssystem genauso: Eine Zeitlang wurde die PowerPC-Architektur noch unterstützt, bis sie schließlich aus MacOS herausfiel und Nutzer entweder neue Hard- und Software anschaffen oder bei den alten Versionen bleiben mussten.

Bloomberg berichtete zuvor, dass Apple bis 2021 Entwicklungswerkzeuge anbieten wolle, mit denen Apps für iPhones und iPads entwickelt werden könnten, die auch unter MacOS liefen.

Apple kündigte bereits sogenannte Single Binaries an und zeigte Demonstrationsexemplare auf der Worldwide Developer Conference 2018. Unter dem Codenamen Marzipan wird ein SDK entwickelt, mit dem iOS-Apps auf MacOS portiert werden können.

Apple wolle den Schritt zu universellen Apps offenbar in mehreren Schritten vollziehen, hieß es bei Bloomberg. Noch 2019 soll eine Funktion angeboten werden, mit der iPad-Apps auf den Mac portiert werden können. Für iPhone-Apps soll dies erst ab 2020 möglich sein. Schwierigkeiten mache vor allem die unterschiedliche Bildschirmgröße. 2021 sollen Entwickler in der Lage sein, iPhone-, iPad- und Mac-Anwendungen zu einer App zusammenzuführen.  (ad)


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