Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/bakom-schweizer-5g-frequenzen-fuer-335-millionen-euro-versteigert-1902-139286.html    Veröffentlicht: 08.02.2019 18:20    Kurz-URL: https://glm.io/139286

Bakom

Schweizer 5G-Frequenzen für 335 Millionen Euro versteigert

In der Schweiz kosten die 5G-Frequezen nur 380 Millionen Franken, in Deutschland erwartet man bis zu 10 Milliarden Euro. Dafür soll laut Swisscom 5G bis Ende 2019 bereits in 60 Städten und Gemeinden punktuell verfügbar sein. Endgeräte sollen in den nächsten Monaten auf den Schweizer Markt kommen.

Die Schweiz hat die 5G-Frequenzen versteigert. Das gab das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) am 8. Februar 2019 bekannt. Die Auktionseinnahmen für den Bund belaufen sich auf rund 380 Millionen Franken (335 Millionen Euro). Die Auktion dauerte vom 29. Januar bis zum 7. Februar 2019.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) rechne bei der Vergabe der Frequenzen für den 5G-Mobilfunk in Deutschland mit Einnahmen von 4 bis 5 Milliarden Euro, wurde im Oktober 2018 berichtet. Laut Informationen des Nachrichtenmagazins Der Spiegel werden 10 Milliarden Euro erwartet.

In der Schweiz ersteigerte die Swisscom den Großteil, sie bot 195,6 Millionen Franken. Salt und Sunrise zahlen 94,5 und 89,2 Millionen Franken. Der britische Betreiber Dense Air nahm kurzfristig an dem Verfahren teil, erwarb aber keine Frequenzen. Die ersteigerten Frequenzen will die Swisscom nutzen, um das Mobilfunknetz mit der 5G-Technologie zu ergänzen und die Kapazitäten des bestehenden 4G-Netzes zu erweitern. Erste 5G-fähige Endgeräte werden in den nächsten Monaten auf dem Schweizer Markt erwartet. "Bis Ende 2019 soll 5G bereits in 60 Städten und Gemeinden punktuell verfügbar sein", erklärte die Swisscom.

Im Versteigerung erfolgte im Auftrag der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom), die neu erteilten Funkkonzessionen sind 15 Jahre gültig. Fünf Frequenzblöcke à 5 MHz im 2600 MHz-Band sowie in den 700- und 1.400-MHz-Bereichen blieben unverkauft. Bei 1.400 MHz handelt es sich um zusätzliche Downlinkfrequenzen. Die nicht vergebenen Frequenzen verbleiben beim Bund und werden zu einem späteren Zeitpunkt erneut ausgeschrieben.  (asa)


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