Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/microsoft-surface-studio-2-kommt-nach-deutschland-fuer-4-150-euro-1902-139245.html    Veröffentlicht: 07.02.2019 11:42    Kurz-URL: https://glm.io/139245

Microsoft

Surface Studio 2 kommt nach Deutschland - für 4.150 Euro

Schon zur Ankündigung hat Microsoft den Preis des Surface Studio 2 im Vergleich zum Vorgänger angehoben. Für den deutschen Marktstart verlangt das Unternehmen noch mehr Geld. Das macht Alternativen wie ein Wacom-Stift-Display und einen Desktop-PC attraktiver.

Microsoft bringt sein auf Grafiker ausgerichtetes All-in-One-Gerät Surface Studio 2 nach Deutschland. Die Hardware gibt es ab 4.150 Euro zu kaufen. Dafür erhalten Kunden die Grundversion mit 16 GByte DDR4-RAM, einem Intel Core i7-7820HQ, einer 1-TByte-SSD und einer Nvidia Geforce GTX 1060 mit 6 GByte GDDR5-Videospeicher. Die leistungsstärkere GTX 1070 und doppelt so viel Arbeitsspeicher gibt es erst mit der 5.000-Euro-Variante. Eine Verdopplung des Speichers von 1 auf 2 TByte kostet noch einmal 500 Euro mehr.

Die Plattform ist ein relativ geringfügiges Upgrade zum Vorgänger. Das Display ist mit 515 cd/m² noch einmal heller, der Grau-in-Grau-Kontrast mit 1.200:1 im Vergleich zu 1.100:1 minimal besser. Die CPU ist noch immer ein Vierkerner mit 45 Watt Leistungsbudget. Der Chip könnte an Grenzen stoßen, wenn es um mehr als Bildbearbeitung geht, etwa das Rendern von Videos in der Schnittsoftware Adobe Premiere CC. Microsoft überarbeitet zudem den Surface Pen mit einem besseren Sensor, der 4.096 Druckstufen erkennt und damit dem Industriestandard entspricht.



Als Microsoft das Studio 2 in den USA angekündigt hat, sprach das Unternehmen zunächst von Preisen ab 3.500 US-Dollar. Diese werden meist ohne Steuern angegeben, beim aktuellen Kurs wären das umgerechnet etwa 3.100 Euro. Selbst bei einer Mehrwertsteuer von 19 Prozent wäre ein Preis von knapp 3.700 Euro möglich. Stattdessen kostet das System wesentlich mehr Geld.

Das ist nicht unbedingt ein Problem, solange es keine echte Konkurrenz gibt. Allerdings kostet etwa das Stiftdisplay Wacom Cintiq 27QHD, das von vielen professionellen Grafikern und Künstlern genutzt wird, etwa 2.550 Euro. Es bleiben daher etwa 1.600 Euro für eine leistungsstarke Workstation mit Desktop-CPU und eventuell schnellerer Grafikkarte übrig. Das All-in-One-Design und das Schwenkgelenk sind allerdings noch immer ein Argument für Menschen, denen Optik ebenfalls wichtig ist.  (on)


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