Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/word-und-excel-microsoft-stellt-office-2019-schlecht-dar-mit-office-365-1902-139240.html    Veröffentlicht: 07.02.2019 10:19    Kurz-URL: https://glm.io/139240

Word und Excel

Microsoft stellt Office 2019 schlecht dar - mit Office 365

Office 2019 ist ein unbeliebtes Programm bei Microsoft. Das zeigt das Unternehmen in verschiedenen Werbevideos, die Office 2019 gegen Office 365 antreten lassen. Das Ergebnis ist für Microsoft klar: Office 365 ist dank Cloud-Anbindung überlegen. Einige Kunden dürften das anders sehen.

Microsoft bietet seine Software Office 365 auch als traditionelle On-Premises-Version Office 2019 an. Allerdings scheint das Unternehmen seine Kunden davon überzeugen zu wollen, dass Office 365 in vielen Dingen das bessere Werkzeug ist. In verschiedenen Werbevideos treten Zwillinge gegeneinander an, die jeweils eine Version von Word, Excel und Powerpoint nutzen. Der Sieger ist immer Office 365. Sprüche wie "Der eine hatte dank Office 365 Excel-Datentypen zur Verfügung, der andere hatte Office 2019" sollen Microsofts Thesen unterstreichen.

Office 365 ist die Cloud-Version von Microsofts Bürosoftware und kann daher von Microsoft-Servern Daten und Funktionen beziehen. In Excel erstellen Nutzer etwa Tabellen mit US-Bundesstaaten. Diese kann Office 365 automatisch ausfüllen - inklusive deren größter Städte und Einwohnerzahl. Auch die Stifteingabe wird von Machine Learning unterstützt. Nutzer können so Zeichnungen und Handschrift in dazu passende Grafiken und Schriften umwandeln. Word synchronisiert Änderungen an Dokumenten mit der Cloud.

Produktivität versus Datenschutz

Office 2019 hat all diese Funktionen nicht nativ integriert, ist für einige Unternehmen aber gerade wegen der fehlenden Cloud-Anbindung sinnvoll, wenn es um datenschutzrelevante Bereiche geht. Bei Cloud-Anwendungen ist es an einigen Stellen schwierig nachzuvollziehen, welche Daten im Internet geteilt werden und welche Informationen Microsoft selbst zusätzlich sammelt. Zudem hängt Office 365 von einer funktionierenden Infrastruktur ab. Probleme wie der Azure-Ausfall durch fehlerhafte DNS-Server beweisen, dass dies nicht immer hundertprozentig gegeben ist.

Bereits zur Ankündigung im Herbst 2017 hielt Microsoft von der lokalen Office-2019-Version nicht viel. Es wurde damals mit Sprüchen wie "für Kunden, die noch nicht bereit für die Cloud" sind beworben.  (on)


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