Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/sonnet-zwei-pcie-steckkarten-mit-schnellen-usb-anschluessen-1902-139191.html    Veröffentlicht: 05.02.2019 14:45    Kurz-URL: https://glm.io/139191

Sonnet

Zwei PCIe-Steckkarten mit schnellen USB-Anschlüssen

Sonnet hat zwei neue PCI-Express-Karten vorgestellt, die USB 3.1 Gen2 entweder per USB Typ A oder Typ C bieten. Die Karten bieten pro Anschluss 10 GBit/s und sind sowohl für Windows- als auch für Mac-Anwender gedacht. Für Linux gibt es Einschränkungen.

Die Allegro Pro USB 3.1 PCIe und Allegro USB-C 4-Port PCIe sind Sonnets neue Steckkarten für PCI Express, um schnelles Superspeed Plus USB nachzurüsten. Auch wenn nur eine Karte als Pro-Version verkauft wird, bieten sie grundsätzliche sehr ähnliche Funktionen, unterscheiden sich aber vom Steckertyp, der unterstützt wird.

Die Allegro Pro setzt auf USB-Buchsen des Typs A, die Nicht-Pro-Variante hingegen auf den moderneren USB Typ C. Alle anderen Daten sind gleich. Die Steckkarte braucht einen PCIe 2.0 x4-Steckplatz. Eine separate Stromversorgung ist nicht nötig. Entsprechend fehlt aber auch eine Unterstützung von USB Power Delivery. Stattdessen wird USB Battery Charge 1.2 mit maximal 7,5 Watt unterstützt. Für Datenspeicher ist das in der Regel genug.

Insgesamt stecken zwei ASMedia 1142 Chips auf der Platine, die jeweils zwei USB-Anschlüsse ansteuern. Jeder USB-Anschluss kann mit maximal 10 GBit/s betrieben werden. Laut Datenblatt sind allerdings nur 20 GBit/s kombinierter Datendurchsatz möglich.

Als Betriebssysteme werden offiziell Windows 7, 8.1 und 10 und viele MacOS-Versionen unterstützt. 10.11 wird laut Hersteller betont ausgeschlossen. Dafür funktionieren der Vorgänger 10.10, der Nachfolger 10.12 sowie neuere Versionen. Mac-Nutzer werden die Karte häufig mit einer Thunderbolt-Box betreiben. Das wird von Sonnet explizit unterstützt, wenn der Anschluss per Thunderbolt 2 oder 3 erfolgt. Eine Einschränkung optischer Natur gibt es bei Macs zusätzlich. Laut Sonnet meldet das Betriebssystem nur eine Datenrate von 5 GBit/s, obwohl in der Praxis das Doppelte erzielt wird.

Die neuen Karten lassen sich laut Hersteller auch auf Linux-Systemen verwenden. Doch Sonnet betont, dass derzeit die Karten unter Linux nur Superspeed, also 5 GBit/s, bieten. Eine Garantie, dass sich dies in Zukunft ändert, gibt Sonnet nicht.

Sonnet zufolge werden die beiden neuen Karten bereits ausgeliefert und für einen Preis von rund 145 Euro zu haben sein.  (ase)


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